Sabine I (erste Schritte bei Neurodermitis)

Bei mir wurde kürzlich Neurodermitis diagnostiziert. Was sollte ich jetzt tun?

Das Video wurde für die Nutzung in unserer NALA App optimiert. Du kannst sie Dir hier kostenlos herunterladen.

 

Zusammenfassung

  • Sabine Schmidt hat seit ihrem Kleinkindalter mit Neurodermitis zu tun und hat ihren eigenen Weg gefunden, eine dauerhafte Besserung zu erreichen. ℹ️
  • Wenn man gerade mit Neurodermitis diagnostiziert wurde — was sind die ersten Schritte, die man gehen sollte? 👣
    • Guter Haus- bzw. Hautarzt: suche Dir einen guten Dermatologen, denn Du wirst ihn/sie ein paar Mal sehen. Deshalb ist es wirklich wichtig dort jemanden zu haben, der Dich unterstützt und wo Du Dich wohl fühlst. ❤️
    • Allergietest: es gibt viele Möglichkeiten für potentielle Allergien. Nahrungsmittel, Umweltstoffe (z.B. Pollen oder Hausstaub), Tierhaare, Kleidung, Metalle etc. Einer der ersten Schritte sollte es sein, die Allergien und Unverträglichkeiten abzuklären und dann so weit wie möglich zu vermeiden — bspw. über einen Allergie-Test. 🧪
    • Auf den Körper hören: der Körper trägt viel Weisheit in sich. Wenn man etwas partout nicht mag oder einem partout nicht schmeckt, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass der Körper es tatsächlcih nicht verträgt bzw. eine Unverträglichkeit oder Allergie dagegen entwickelt hat (muss aber natürlich nicht so sein). 👵👴

 

Handlungsempfehlungen

✅ Ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis ist sehr wichtig, gerade bei chronischen Erkrankungen wie der Neurodermitis. Ein Haus- und Hautarzt, dem Du vertraust, ist daher sehr wichtig.
✅ Finde schnellstmöglich heraus, was Schubauslöser sein könnten — hier kann bspw. ein Allergie-Test helfen (sprich am besten mit Deinem Arzt).

 

Links

🌐 Mehr zu unserer Expertin in diesem Video findest Du hier (Sabine Schmidt).
🌐 Sabine hat auch ein Buch geschrieben: “Nicht kratzen, waschen”. Du findest es hier auf Amazon.
🌐 Ebenso hat Sabine Kleidung extra für Neurodermitis-Betroffene entwickelt. Du findest eine Übersicht hier.
🌐 Für das Auffinden des richtigen Haus- oder Hautarztes können Plattformen wie Jameda oder Docotlib hilfreich sein.

Möchtest Du die Abkürzung zu einer glücklichen Haut?

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Transkript

Sabine, freut mich, dass Du Dir heute Zeit genommen hast. Wir wollen ein bisschen sprechen zum Thema: Was wollen wir als selbst Betroffene anderen Neurodermitis-Betroffenen und auch den Eltern von Neurodermitis-Betroffenen aus unserer Erfahrung mitgeben. Und da hast Du – glaube ich – schon sehr, sehr viel Erfahrung sammeln können bei Dir selbst und natürlich auch bei ganz, ganz vielen anderen. Vielleicht magst Du Dich ganz kurz vorstellen, so dass die Leute ungefähr wissen, wer Du bist und woher Du Deinen Erfahrungsschatz nimmst. Ja, sehr gerne. Ich bin Sabine Schmidt, ich bin in Berlin geboren Mitte der 60er Jahre, also 1965, und eigentlich mit relativ als Kleinkind hat es mit der Neurodermitis angefangen, wenngleich es damals nicht Neurodermitis hieß, also eher Ekzem, Juckreiz…was auch immer. Dann hab ich mit der Neurodermitiker-Karriere durchlaufen mit Höhen und Tiefen, mal besser, mal schlechter, Kortison geschmiert usw. Während des Studiums ist es dann ziemlich eskaliert mit der Haut, und deshalb habe ich dann auch gleich nach dem Studium beschlossen, nicht mehr in Berlin wohnen zu bleiben, sondern bin dann nach Teneriffa gezogen, weil ich mir erhofft hatte, dass es am Meer besser wird. Und das war auch phasenweise so, aber dauerhaft war es dann nicht immer hilfreich. Ich hab dann eben meinen eigenen Weg gefunden, dauerhaft die Besserung zu erzielen und das auch mit vielen anderen geteilt, hab ein Buch darüber geschrieben und damit anderen Menschen auch Unterstützung geboten und freue mich immer, wenn ich Impulse geben kann, wie man einfach mehr Leichtigkeit und auch mehr Gesundheit trotz der Neurodermitis leben kann. Super. Das ist sehr spannend. Du hast da ja sehr ausführlich Erfahrung mit der Neurodermitis gemacht. Ich glaube, heute bist Du auch auf Teneriffa; aus Berlin weg hat also funktioniert… Fangen wir mal direkt am Anfang an. Wenn jetzt der Betroffene/die Betroffenen selbst und auch die Eltern von einem Kind mit Neurodermitis die Diagnose bekommen: Du oder Dein Kind hat Neurodermitis. Was würdest Du aus Deiner Erfahrung als erste Schritte empfehlen? Was ich generell empfehle ist, sich einen guten Hautarzt zu suchen, weil: mit solcher Erkrankung wird man öfter zum Arzt gehen. Und deshalb ist es wirklich ganz wichtig, da jemanden zu haben, der einen unterstützt und wo man auch “gerne hingeht”, also nicht jedesmal denkt: Oh Gott, jetzt muss ich da wieder hin! Nicht, dass man da jetzt gerne hingeht, weil’s dort so schön ist, aber ganz einfach, dass man zumindest nicht mit so einem blöden Gefühl hingeht: Jetzt muss ich den wieder sehen! Und was mich immer wieder wundert ist, dass nicht am Anfang gleich ein Allergietest gemacht wird. Weil: Aus meiner Erfahrung ist ganz wichtig zu wissen: Worauf reagiere ich oder meine Haut. Und das sind eben ganz unterschiedliche Stoffe. Nahrungsmittel ist das Eine, dann natürlich Umweltstoffe, also z.B. Blütenpollen oder Hausstaub, Tierhaare ist auch ganz wichtig, die Kleidung ist wichtig. Es gibt ganz viele Faktoren, und einiges davon kann man ja vermeiden. Also wenn ich eine Katzenhaarallergie habe, dann sollte ich eben selber keine Katze haben und vielleicht besser auch nicht zu Menschen gehen nach Hause, die eine Katze haben. Also für mich wäre der erste Schritt wirklich, die Allergien, die Unverträglichkeiten abzuklären und dann eben entsprechend zu vermeiden so weit wie möglich. Mich wundert – wie gesagt – immer wieder, dass das so nicht standardmäßig gemacht wird. Ja, das würde ich erst mal so als ersten Hinweis nennen. Verstanden: Sich einen guten Hautarzt suchen und die Allergene frühestmöglich abklären lassen, weil das eben Schubauslöser sein können. Wenn ich das noch ergänzen darf: Auch jetzt z.B. bei Unverträglichkeit mit Lebensmitteln – auch auf das eigenen Gefühl hören, oder wenn Kinder etwas nicht mögen… Ich hab z.B. nie Milch getrunken und ich habe keine Linsen oder Hülsenfrüchte gegessen. Und das hat sich dann später so als Weisheit meines Körpers herausgestellt. Also es war genau richtig, dass ich das nicht mochte als Kind schon und meinem ganzen Leben auch nicht gegessen habe. Also auch ein bisschen auf die eigene Weisheit oder die Weisheit des Körpers vertrauen. Spannend! Also ein bisschen “intuitives Essen” – das gibt’s ja auch unter dem Schlagwort; dass man dem Körper vertraut, wenn er sagt: Das mag ich nicht! Verstanden. Das macht extrem viel Sinn. Das ist ein guter Anfang.

Medizinischer Haftungsausschluss

Die Inhalte dieser App / Seiten stellen keine medizinischen Empfehlungen dar. Es handelt sich um allgemeine Informationen bzw. die Darstellung Deiner eigenen Tracking-Daten. Bevor Du etwas an Deinem Therapieplan änderst, sprich bitte immer zuerst mit Deinem Arzt.

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