Finanzielle Auswirkungen

Welche finanziellen Auswirkungen hat die Neurodermitis auf mich und meine Familie? Was kann ich dagegen tun?

Das Video wurde für die Nutzung in unserer NALA App optimiert. Du kannst sie Dir hier kostenlos herunterladen.

 

ZusammenfassungStudien

  • In diesem Video möchten wir die finanziellen Auswirkungen von Neurodermitis besprechen. 💰
  • Wichtig ist, dass die unten stehenden Angaben je nach Land (Deutschland, Österreich und Schweiz) und abhängig vom Versicherer abweichen können. 🇩🇪🇨🇭🇦🇹
  • Bei der Kostenübernahme kann man grundsätzlich zwischen 3 Kategorien unterscheiden:
    ▪ Basistherapie: hierzu zählen meistens die fettende Cremes, Salben usw. ohne “echte” Wirkstoffe wie bspw. Kortison. Diese werden bspw. in Deutschland altersabhängig zurückerstattet: ist man 12 Jahre oder jünger, werden die Kosten übernommen. Ist man älter als 12 Jahre, werden die Kosten nicht mehr übernommen. 🧴 
    ▪ Sonstiges (nicht verschreibungspflichtig): hierzu zählen bspw. Baumwoll-Handschuhe, Encasings (in manchen Ländern verschreibbar), Bandagen zum Einwickeln, Spezial-Klamotten usw. — diese werden i.d.R. nicht übernommen. Hier sollte man jedoch (insb. In der Schweiz) es über “Kostenübernahmegesuche” versuchen. Gemeinsam mit dem Arzt und idealerweise Studienergebnissen kann man twls. sehr gut argumentieren, dass eine Übernahme Sinn ergibt. 💸
    ▪ Verschreibungspflichtige Medikamente: hierzu zählen die ganzen stärkeren Medikamente wie bspw. Kortison, Biologika, Immunsuppressiva, die Balneo-Photo-Therapie, Solebäder, Foto/Lichttherapie, Dupilumap usw.; diese verschreibungspflichtigen Medikamente werden in der Regel übernommen. ✅

 

Handlungsempfehlungen

✅ Für Dinge, die Deine Versicherung standardmässig nicht übernimmt (bspw. Basistherapie, wenn Du älter als 12 Jahre bist oder sonstiges Zubehör wie Baumwollhandschuhe) macht es Sinn, dass Du gemeinsam mit Deinem behandelnden Arzt und ein paar aussagekräftigen studien (die Du bspw. hier finden kannst) bei Deiner Versicherung ein so genanntes “Kostenübernahmegesuch” stellst.

 

Links

🌐 Solltest Du nach Studien suchen, die die WIrksamkeit von bestimmten Behandlungen oder Medikamenten beweisen, sodass Deine Versicherung die Kosten übernimmt, schau mal bei “Pubmed” vorbei.

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Transkript

Hallo, der Jerry hier. Ich bin einer der Mitbegründer von NALA und würde heute gern zu einem Thema sprechen, wo wir ganz häufig gefragt und um Hilfe gebeten werden, und das ist der ganze Bereich der finanziellen Auswirkungen von Neurodermitis. Die ganzen Cremes, die ganzen nützlichen Dinge wie Stoffhandschuhe usw. kosten natürlich Geld. Und die Frage ist immer so ein bisschen: Was kann ich zurückerstattet bekommen? Wie bekomme ich es zurückerstattet? Welche Kosten muss ich selber tragen? Und da wollten wir ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und hoffen, dass wir das mit dem Video schaffen. Ich würde gern mal differenzieren: Das ist einmal der Punkt Basistherapie, also wirklich fettende Cremes, Salben usw., also für die wirkliche Basistherapie, und einmal verschreibungspflichtige Medikamente, also die ganzen stärkeren Geschichten wie Kortison, wie Biologika, Immunsuppressiva usw. Ich fang mal mit der Basistherapie an. Die Basistherapie ist immer landesabhängig. Aber beispielsweise jetzt in Deutschland wird die Basistherapie übernommen, wenn man selber, also der Patient, der Betroffene 12 Jahre ist oder jünger. Dann wird die Basistherapie, die Kosten dafür übernommen. Wenn man älter ist als 12 Jahre, wird sie nicht mehr übernommen. Da gibt es immer mal wieder Forderungen dafür, dass das auch, wenn mal älter als 12 Jahre ist, übernommen wird, weil natürlich auch viele, die älter als 12 sind, Neurodermitis haben, ich gehöre dazu. Und deswegen so ein bisschen die Frage: Warum ist die Grenze von 12 Jahren da? Aber es ist nun mal aktuell so: Wenn ich 12 Jahre bin oder jünger, wird es übernommen. Wenn ich 13 Jahre bin oder älter, werden die Kosten für die Basistherapie nicht übernommen. Das ist das Beispiel Deutschland. Schweiz und Österreich sind da natürlich ein bisschen anders. Das ist der Punkt zur Basistherapie. Dann gibt’s natürlich noch alles ein bisschen drumherum, was weder Basistherapie noch verschreibungspflichtige Medikamente sind. Da gibt’s dann – wie gesagt – die Stoffhandschuhe, vielleicht muss man sich einbandagieren, weil’s zu stark juckt, gewisse Encasings für die Matratzen gegen gewisse Milben (da gibt’s auch in einem anderen Video ein bisschen mehr Infos), gewisse Klamotten, Spezialunterwäsche, es gibt da viele Dinge. Ich rate immer dazu, das mit der Krankenkasse abzuklären. Ich mach’s mal am Beispiel Schweiz. Da ist es z.B. so: Man kann ein Kostenübernahmegesuch bei der Krankenkasse stellen, ich würde dazu raten. Die sind da häufig sehr kulant und sagen – okay, das hilft, das ist wissenschaftlich nachgewiesen, das würden wir gern übernehmen. Da hilft’s meistens, wenn man gewisse Studien mit anhängt bei diesem Gesuch. Das muss meistens der Arzt abschicken. Aber auch der Arzt kann da Studien anhängen und zeigen: Hey, das funktioniert wirklich, da gibt’s wissenschaftliche Studien, liebe Krankenkasse, bitte übernehmt das doch. Wie gesagt, in Deutschland und Österreich ist es ein bisschen anders. Aber auch da sollte man’s auf jeden Fall versuchen. Bei dem ganzen Thema verschreibungspflichtige Medikamente ist es so: Ich nenne mal ein paar Beispiele, die es da gibt: die Balneo-Photo-Therapie, Solebäder, Foto/Lichttherapie, Dupilumap, das sind diese Spritzen, mit denen quasi das gesamte Immunsystem “heruntergefahren” wird, also Immunsuppressiva, Kortison usw. Diese verschreibungspflichtigen Medikamente werden in der Regel übernommen, da muss man sich weniger Sorgen machen. Aber grad – das weiß ich selber aus eigener Betroffenheit auch – die ganzen nicht-verschreibungspflichtigen Sachen, die Basistherapie und die ganzen Dinge drum herum kosten extrem viel Geld. Und da – wie gesagt – der Tipp: Wenn der Betroffene 12 Jahre und jünger ist, wird die Basistherapie ohnehin übernommen; ansonsten immer versuchen, über ein Kostenübernahmegesuch bei der Krankenkasse am besten durch den behandelnden Arzt, Dermatologen, Allergologen, Kinderarzt, Hausarzt, und am besten auch Studien mit anhängen die beweisen, dass das, was man eben übernommen haben möchte, auch tatsächlich wirkt. Das ein bisschen zu den finanziellen Auswirkungen, was man da tun kann, wie man das managen kann. Ich hoffe, da etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben. Ansonsten erst mal vielen Dank für’s Zuhören und bis zum nächsten Video.

Medizinischer Haftungsausschluss

Die Inhalte dieser App / Seiten stellen keine medizinischen Empfehlungen dar. Es handelt sich um allgemeine Informationen bzw. die Darstellung Deiner eigenen Tracking-Daten. Bevor Du etwas an Deinem Therapieplan änderst, sprich bitte immer zuerst mit Deinem Arzt.