Sabine IV (Kleidung & Emotions-Management)

Welche Rolle spielt die Kleidung für meine Haut? Wie wichtig ist Emotions-Management?

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Zusammenfassung

  • Sabine Schmidt hat seit ihrem Kleinkindalter mit Neurodermitis zu tun und hat ihren eigenen Weg gefunden, eine dauerhafte Besserung zu erreichen. ℹ️
  • Worauf sollte man bei Kleidung für Neurodermitis-Betroffene achten?
    • Trage-Komfort: man muss die Kleidung auf der Haut mögen, damit man es regelmässig anzieht. Baumwolle ist hier die bevorzugte Option. 👚👕
    • Chemikalien: Neben den Fasern, die enthalten sind, welches auf dem Etikett erwähnt ist, ist es auch wichtig zu wissen, welche Chemikalien enthalten sind. Entweder kann man das am Geruch erkennen (bspw. im Klamotten-Laden) — oder man greift direkt auf Bio-Kleidung zurück, da bereits bei der Herstellung keine oder nur sehr wenige Chemikalien eingesetzt werden. 🧪
    • Farbstoffe: Farbstoffe sind häufige Allergene. Daher ist es wichtig, die Kleidung zu waschen, bevor man sie anzieht, damit nicht nur die Farbstoffe, sondern auch die Chemikalien entfernt werden. 💦
    • Waschmittel: Da Rückstände des Waschmittels auch auf dem Körper landen, sollte man auch das Waschmittel behutsam auswählen. Am besten “sensitive” oder “Baby”-Waschmittel – oder Waschkugeln. 👶🎱
    • Tierhaare: Wichtig ist auf dem Etikett zu schauen, inwieweit andere Allergen (bspw. Tier-Haare) als Fasern enthalten sind. Ein Beispiel wäre hier Wolle. Schon 5 oder 10% können bei einem Allergiker eine Reaktion hervorrufen. 🐶
  • Ebenso wichtig ist das richtige Emotions-Management. Und zwar nicht nur für die Neurodermitis-Betroffenen selbst, sondern auch für die Eltern, da diese ebenso in ihrer Kraft und möglichst entspannt bleiben sollten. Hierfür bietet sich bspw. Meditation, autogenes Training oder Yoga an. Ansonsten kann es passieren, dass sich zusätzlicher Stress der Eltern auf die Kinder überträgt. ❤️

 

Handlungsempfehlungen

✅ Achte bei Kleidung darauf, dass Du am besten Baumwolle kaufst, ohne viele Chemikalien/Farbstoffe oder Tierhaar-Fasern, die enthalten sind. Am besten Bio-Kleidung (falls möglich / sinnvoll). Wasche die Kleidungsstücke auf jeden Fall, bevor Du sie trägst — und zwar mit einem sensitiven/Bio-Waschmittel (bspw. Waschkugeln).
✅ Implementiere eine tägliche Entspannungs-Übung in den Alltag Deiner Familie — nicht nur für die/den Betroffenen selbst sondern ebenso auch für die Eltern (bspw. autogenes Training, Meditation, Yoga).

 

Links

🌐 Mehr zu unserer Expertin in diesem Video findest Du hier (Sabine Schmidt).
🌐 Sabine hat auch ein Buch geschrieben: “Nicht kratzen, waschen”. Du findest es hier auf Amazon.
🌐 Ebenso hat Sabine Kleidung extra für Neurodermitis-Betroffene entwickelt. Du findest eine Übersicht hier.

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Transkript

Ich weiß, dass ein Herzensthema von Dir auch Kleidung ist für Neurodermitis-Betroffene. Was würdest Du denn da raten? Worauf sollte man denn bei Kleidung achten? Bei der Kleidung gibt es verschiedene Punkte. Erstmal natürlich muss sie sich angenehm anfühlen, so haptisch, ich muss sie auf der Haut mögen. Aber es ist eben so – ich würde zum Beispiel am liebsten immer Baumwolle tragen. Das Problem ist bei unserer Kleidung, dass ja in dem Sinn nicht gekennzeichnet ist, was im Herstellungsprozess für Stoffe eingesetzt werden. Das heißt, auf dem Etikett steht nur noch, welche Fasern eingesetzt werden und zu welchen Anteilen, oder eingesetzt wurden, aber es steht eben nicht drauf, wie die Kleidung behandelt wurde. Und gerade für Menschen, die z.B. Kontaktallergien haben oder sensible Haut, ist es auch wichtig zu wissen, welche Chemikalien im Zweifelsfall da drin sind, auch wenn die im Prozess zum Teil rausgewaschen werden – Teile sind eben möglicherweise noch dabei. Und das ist oft etwas, was man überhaupt nicht auf dem Schirm hat. Wir haben unsere Kleidung jeden Tag an, wir lassen sie ganz nah an uns ran, die gehen natürlich auch über Schweiß und über Reibung in den Körper rein, die Substanzen, und oft kommt man nicht darauf, dass ein T-Shirt für einen Schub verantwortlich sein kann oder auch für asthmatische Anfälle, was ja auch öfter vorhanden ist bei Menschen mit Neurodermitis. Und deshalb ist mein Hinweis, wirklich da aufmerksam zu sein. Ich sag z.B. auch immer, wenn Du in einen Laden rein gehst, lass erst mal Deine Sinne schweifen, vor allem auch die Nase, den Geruch…wenn das wie eine Chemiefabrik riecht – möchtest Du da wirklich was kaufen, möchtest Du das auf Deiner Haut tragen? Und es ist mir ein großes Anliegen, da mehr Bewusstsein zu verbreiten, und ich tendenziell dazu raten würde, dass man auf Bio-Kleidung zurückgreift, weil dort halt im Prozess schon keine oder nur ganz wenig Chemikalien eingesetzt werden. Und grad auch Farbstoffe sind häufiger Allergieauslöser, das muss man halt wissen. Und das nächste, was natürlich bei Menschen mit einer sensiblen Haut Standard ist – trotzdem sag ich’s immer noch mal – die Sachen alle erst einmal waschen, bevor man sie anzieht, und natürlich auch zu schauen: Mit welchem Waschmittel wasche ich? Weil natürlich auch davon Reste auf der Kleidung und nachher auf dem Körper landen. Ja, das ist so mein Lieblingsthema, muss ich sagen – abgesehen vom Toten Meer. Man merkt auch, Du hast da extrem viel Ahnung. Um darauf zurück zu kommen: Du hast gesagt, dass es wichtig ist: Es muss angenehm auf der Haut sein, wichtig ist, Baumwolle ist meistens gut, auch wichtig nicht oder nur wenig Chemikalien drin, und nur, um da ein wenig vorzubeugen, auf jeden Fall einmal waschen, bevor man’s trägt und auch darauf aufpassen, welches Waschmittel verwende ich jetzt, nicht welche mit vielen Chemikalien, sondern welche sensitiven, wahrscheinlich Bio-Waschmittel. Oder eben Waschkugeln, wo gar keine Chemikalien reinkommen in die Kleidung oder in die Waschmaschine. Und was ich vergessen habe: Auch wenn es sich schön anfühlt – wenn da z.B. Angorawolle mit drin ist und man ist allergisch auf Kaninchen oder auf Tierhaare, dann ist das auch nicht das Maß der Dinge. Ich z.B. kann überhaupt keine Tierhaare auf meiner Haut tragen, obwohl die Sachen manchmal weich sind. Also auch da groß aufpassen. Auch Schurwolle ist ganz oft drin und für Allergiker ist das meist nicht geeignet. Also: Das Etikett muss man in jedem Fall gut lesen, welche Fasern wirklich verwendet werden, die auch kleine Anteile nur manchmal haben, und trotzdem eine Allergie auslösen können. Selbst 5 oder 10 % können wirklich bei einem Allergiker eine Reaktion verursachen. Das ist spannend. Das ist eine gute Information, auch da wieder – selbst für mich und ich kenne Neurodermitis selbst ganz gut – neue Sachen dabei, die ich vorher noch nicht kannte. Deswegen ein extrem spannendes Thema diese ganze Kleidungssache. Gut. Das waren jetzt so die groben Themen, die wir besprechen wollten. Gibts noch andere Sachen, die wir nicht besprochen haben, irgendwelche Ratschläge, andere Erfahrungen und Tipps, die Du mitgeben wolltest, oder haben wir alles soweit abgehandelt? Vielleicht noch eins, was ich immer merke, was natürlich ist, was ganz klar ist: Wenn Du Elternteil bist und Du hast ein Kind, was sich kratzt – Du leidest natürlich auch mit. Aber trotzdem musst Du versuchen, in Deiner Kraft zu bleiben als Elternteil und dem Kind nicht zusätzlichen Stress durch Deine Sorgen zu verursachen. Ich weiß, dass das eine ganz, ganz große Herausforderung für viele Eltern ist. Trotzdem ist es mir ein großes Anliegen: Auch Eltern sollten auf jeden Fall Entspannungstechniken kennen, für sich selber anwenden, vielleicht auch für das Kind dem Alter entsprechend und sich nicht von der Krankheit verrückt machen lassen. Wirklich. Das verursacht nur noch mehr Leid und vielleicht für das Kind sogar Schuldgefühle. Also wirklich da in der Kraft zu bleiben und auch wenn es schwer fällt, nicht vor dem Kind diese Verzweiflung zu zeigen. Ich weiß, dass das eine Herausforderung ist, aber das ist mir ein großes Anliegen, weil ich weiß, dass das für viele Eltern unheimlich herausfordernd ist bei dieser Erkrankung. Also im Prinzip nicht nur Emotionsmanagement für den Betroffenen selbst, sondern auch für die Eltern, damit irgendwelche Ängste, Stress und Sorgen nicht auf das Kind übertragen werden. Ja. Vertanden. Das waren jetzt ganz, ganz viele Tipps in ganz, ganz wenig Zeit. Sabine – auf jeden Fall ganz, ganz lieben Dank an Dich für die ganzen Hinweise, für die ganzen Tipps. Gern. Und dann liebe Grüße nach Teneriffa! Vielen Dank! Danke Dir!

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