Christine I (Wortwahl & Kommunikation)

Wie sollte ich als Elternteil mit meinem Kind kommunizieren? Welche Worte sollte ich wählen?

Das Video wurde für die Nutzung in unserer NALA App optimiert. Du kannst sie Dir hier kostenlos herunterladen.

 

Zusammenfassung

  • Christine ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und hat eine von Neurodermitis betroffene Tochter. Hier teilt sie einige ihrer persönlichen Erfahrungen. ℹ️
  • Wenn ein Familienmitglied an Neurodermitis leidet, liegen zumeist in der gesamten Familien die Nerven blank. Das lässt sich dann auch in der Sprache merken, bspw. in Sätzen wie: “Mensch, hör auf zu kratzen!” ❌
  • Es wäre daher besser zu trainieren, das Verhalten in der Sprache aufzugreifen, also bspw. “Es juckt schon wieder, das ist schlimm. Vielleicht willst Du es unterdrücken.” So findet sich der andere darin wieder und diese Juckattacken können abklingen. 💬
  • Sprache innerhalb einer Familie ist wichtig, auch wenn es nicht immer einfach ist, seine Gefühle auszudrücken. Es ist jedoch so: Jedes Gefühl, das wir nicht in Worten ausdrücken können, sucht sich einen anderen Weg, durch unsere Mimik, Gestik, Blicke und gerade Kinder sind dafür sehr empfänglich. 💡
  • Es lohnt sich also, einen Schritt zurückzutreten und darauf zu achten, welche Wörter wir verwenden und in welchem Tonfall wir sie aussprechen. Und bewusst die Wörter auszuwählen, die “streicheln”, anstatt die, die “schlagen” bzw. aggressiv wirken. 🎶

 

Handlungsempfehlungen

✅ Überprüfe einmal ganz konkret: welche Wörter verwendest Du in der Kommunikation mit dem von Neurodermitis betroffenen Familienmitglied? Schreibe sie einmal auf und überlege Dir, welche Wörter “streicheln” und welche “schlagen”. Vielleicht findest Du Alternativen, die besser funktionieren?
✅ Greife in der Kommunikation auch das Verhalten des/der Betroffenen mit auf und sprich Gefühle direkt an. So fühlt er/sie sich verstanden und kann einfacher das Verhalten ändern.

 

Links

🌐 Mehr zu unserer Expertin in diesem Video findest Du hier (Christine Haarhoff).
🌐 Christine hat zum Thema Neurodermitis auch mehrere Bücher verfasst: “Zwei Seiten der Seele”“Neurodermitis: Ein Phänomen mit dem man leben kann” und “Juliana hat Neurodermitis – ein Mutmach-Buch”.
🌐 Ebenso hat Christine’s Enkelin ein Neurodermitis-Hörbuch über knapp 8 Minuten aufgenommen, welches wir Dir ebenso an’s Herz legen wollen.

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Transkript

Wenn ein Familienmitglied an einer Neurodermitis erkrankt, liegen die Nerven in diesen Familien meistens blank. Das wirkt sich dann oft auch auf die Sprache aus. Das kratzende Geräusch geht allen unter die Haut und dann neigen wir dazu, einfach zu sagen: Mensch, hör’ doch mal auf zu kratzen! Gut wäre es zu trainieren, das Verhalten in der Sprache aufzugreifen, z.B.: Da juckt’s gerade wieder richtig schrecklich, das ist schlimm! Vielleicht möchtest Du’s unterdrücken und gleichzeitig ist der Impuls zu kratzen ganz groß. Dann wird sich das Gegenüber darin finden und diese Juckattacken werden sich abmildern können. Sprache innerhalb einer Familie ist wichtig. Sprache innerhalb einer Familie, in der es ein Mitglied gibt, das unter einer Neurodermitis leidet, ist sogar sehr wichtig. Menschen sind in der Lage, mit ihren Worten zu streicheln oder zu schlagen. Ich weiß, dass es nicht leicht ist, seine Gefühle auszusprechen. Ich weiß aber auch, dass jedes Gefühl, das wir nicht aussprechen können, sich einen anderen Weg sucht, über unsere Mimik, Gestik, Blicke. Und gerade Kinder reagieren sehr sensibel darauf. Es lohnt sich also meiner Meinung nach, wenn wir uns etwas zurücknehmen und einmal darauf achten, welche Wörter wir benutzen und in welcher Tonlage wir sie aussprechen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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