Grenzen setzen & spüren

Was hat meine Haut mit dem Setzen von Grenzen zu tun? Welche Bedeutung hat sie als Grenzorgan?

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Zusammenfassung

  • Die Haut ist das Grenzorgan des menschlichen Körpers zur Umwelt. 🧱
  • Darüber hinaus erfüllt sie eine Reihe von Aufgaben des Stoffwechsels und der Immunologie und stellt ein immens komplexes Organ dar. 🤺
  • Auch in der Psyche bzw. aus der Sicht der Heilpraktiker steht die Haut für das Grenzorgan, da sie die äussere Hülle (= die Grenze) Deines Körpers darstellt. Daher hat die Gesundheit Deiner Haut auch damit zu tun, wie gut Du Dich abgrenzen kannst gegenüber anderen, deren Bedürfnisse und Anforderungen — inklusive “Nein”-Sagen und das Achten auf die eigenen Bedürfnisse. ℹ️
  • Es ist insbesondere wichtig, dass Du diese Grenze spürst und ein Bewusstsein dafür entwickelst. Ziel ist also das Setzen von gesunden Grenzen. 🧘‍♀️🧘‍♂️
  • Dieses Bewusstwerden Deiner äusseren Grenzen (= Deiner Haut) kannst Du mit einer einfachen Übung verbessern. Wichtig: habe etwas Geduld mit Dir selbst und auch mit dieser Übung. Teste sie einmal für 7x Tage aus und spüre in Dich hinein, wie Du Dich fühlst. 💭
  • Anleitung für die Übung (Teil 1)
    ▪ Du stehst oder sitzt in einem Raum, in dem Du so ungestört wie möglich bist. Dann fängst Du an, Deine Handflächen warm zu reiben. Du merkst, dass es richtig warm wird. Du machst das eine Weile, bis Du Deine Handflächen richtig gut spüren kannst. 👐
    ▪ Es geht darum, Deinen Körper bzw. Deine Körpergrenzen wirklich kraftvoll zu spüren. Dafür knetest bzw. klopst Du alle Körperteile von aussen entweder (i) mit den gesamten Handflächen oder (ii) nur mit den Fingerspitzen von oben (= Kopf) bis unten (= Füsse) ab. 💆💆‍♂️
    ▪ Lass Dir dafür ruhig etwas Zeit. Ziel ist es, dass Du jedem Deiner Körperteile und allen Hautstellen ausreichend Zeit und Fokus widmest. Solltest Du aktuell Ausschläge haben, kannst Du diese Stellen natürlich auslassen. Wichtig ist, dass Du nur das tust, was Dir gut tut. ❤️
  • Anleitung der Übung (Teil 2)
    ▪ Ziel diese Übung ist es, Dir Deine Grenzen noch bewusster zu machen. 🧱
    ▪ Strecke dafür die Arme weit vor Dich aus, so weit sie reichen, und während Du die ausgestreckten Arme einmal ganz im Kreis um Dich herum führst sage laut: “Das ist mein Raum!” 💬
    ▪ Du kannst das mehrmals tun und wirklich spüren, wie es ist, diesen Raum für Dich selbst freizumachen. 🧱
  • Nach beiden Übungen kannst Du ganz normal mit Deinem Alltag weitermachen. 🙂
  • Du kannst diese Übung in Verbindung mit diesem satten Berühren und diesem “Das-ist-mein-Raum” machen so oft Du magst; am besten mindestens einmal am Tag. 💪

 

Handlungsempfehlungen

✅ Probiere die beiden Übungen einmal aus. Beim ersten mal fühlt man sich eventuell noch etwas unwohl dabei, weil es vielleicht zunächst seltsam klingen mag. Aber lass Dich einmal darauf ein — was hast Du zu verlieren?
✅ Stelle Dir doch selbst einer 7-Tage-Challenge: jeden Tag in den nächsten 7 Tagen machst Du diese beiden Übungen. Das sollte nicht mehr als 5-10 Minuten am Tag dauern. Spüre danach in Dich hinein: merkst Du eine Veränderung?

 

Links

🌐 Mehr zu Deinem Experten (Heilpraktikerin Lilian Runge-Rieken) in diesem Video findest Du hier.
🌐 Weitere Infos zum “Cupping” (d.h. dem Abklopfen des eigenen Körpers mit den Händen), um das Bewusstsein für sich selbst (= Selbst-Bewusstsein) zu erhöhen, findest Du hier (nur auf Englisch) und hier.
🌐 Eine sehr ähnliche Methode, die ebenso helfen kann, ist die “EFT-Klopftechnik” — mehr dazu erfährst Du hier.

Möchtest Du die Abkürzung zu einer glücklichen Haut?

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Transkript

Ein ganz herzliches Hallo! Mein Name ist Lilian und in diesem Video möchte ich mit Dir darüber sprechen, wie wichtig und gesundheitsfördernd es ist, Deine Haut wirklich als Grenze zur Außenwelt wahrzunehmen, sie zu spüren und was es bei einer Haut-Problematik, wie auch Neurodermitis, damit auf sich hat bzw. was Du aktiv tun kannst, um Deine wirklichen Grenzen, die Deine Haut ja für Dich symbolisiert, mehr zu spüren und diese Grenzen auch zu wahren. Lass uns einen kleinen Blick darauf werfen, welche spannenden Funktionen Deine Haut hat und letztendlich, was sie auch erledigt und das meiste davon macht sie ja täglich, ohne dass Du bewusst etwas dafür tun musst. Die Haut ist das Grenzorgan des menschlichen Organismus’ zur Umwelt und sie besitzt sowohl diese Kontakt- als auch eine Schutzfunktion. Zusätzlich erfüllt sie eine Reihe von Aufgaben im Bereich von Stoffwechsel und der Immunologie und stellt ein immens komplexes Organ dar, also sie hat unfassbar viele Funktionen. Somit ist die äußere Barriere unseres Immunsystems tatsächlich die Haut. Und das Wort Grenzorgan bedeutet auch, dass sie unser Innenleben von der äußeren Welt so was wie trennt, uns also auch einen psychischen Schutz bietet und in diesem Sinne sehr viel damit zu tun hat, wie wir mit anderen Menschen oder auch mit der Welt überhaupt in den Kontakt treten, nämlich: ob uns das leicht fällt in Kontakt zu gehen oder eher nicht, ob wir gesunde Grenzen setzen können oder eher nicht und auch, ob wir “nein” zu Dingen sagen können, die wir nicht wollen oder ob wir uns eher für andere verbiegen und eher anpassen. Alles das und noch viel mehr hat tatsächlich viel mit unserer Haut zu tun. Und ob sie gesund ist und wir uns in unserer Haut im wahrsten Sinne des Wortes wirklich wohlfühlen oder nicht spielt in diesem Kontext eine riesengroße Rolle, auch für Dich. Die meisten von uns nehmen ihre Haut jedoch als Grenzorgan in diesem Sinne gar nicht richtig bewusst wahr, zumindest solange die Haut keine Beschwerden macht. Wenn sie dann aber Beschwerden macht, dann leiden wir, weil sie entweder juckt, weil sie brennt oder weil sie trocken ist. Aber auch dann nehmen wir sie meist nicht bewusst als dieses Grenzorgan wahr. Und dieses Bewusstsein und das Spüren von uns selber, das ist es aber, um ganz klar entscheiden und auch zeigen zu können, was man kann oder nicht und was man möchte oder nicht. Und Du kennst das ganz sicher: Es gibt Menschen, die sagen, dass sie etwas nicht wollen, aber Du kannst sie einfach nicht so richtig ernst nehmen, weil es gar nicht glaubhaft und kraftvoll rüberkommt. Und genau diese Klarheit und diese Kraft, um gesunde Grenzen setzen zu können oder aber auch, um ganz bewusst in einen Kontakt hineinzugehen, also wenn es Deine Wahl ist oder aber Kontakt ganz eindeutig zu beenden – das ist es um diese…Stelle wirklich zu switchen, um das wirklich gut hinzukriegen. Und damit Du genau das gut tun kannst, zeige ich Dir hier gleich eine Übung, die es sich wirklich lohnt, täglich mindestens einmal, wenn nicht sogar zwei- bis dreimal zu machen. Und wenn Du das praktizierst und wenn Du das regelmäßig machst, entlastest Du Deine Haut damit, Du stärkst Dich quasi von innen heraus. Und habe bitte nicht die Erwartung, dass Du solch eine Übung einmal machst und Dein Leben ist dann irgendwie um 180 Grad gleich sofort besser. Es geht an dieser Stelle wirklich darum, sie – also diese Übung – vielmehr mit einer Art Vorschussvertrauen regelmäßig die nächsten 3 oder 4 Monate einfach mal täglich zu machen. Warum ist das so? Wenn Du tatsächlich Neurodermitis hast, dann hast Du sie ja vermutlich auch nicht erst seit gestern. Vermutlich hast Du diese Symptome schon einige Monate, wenn nicht sogar viele Jahre. Und diese innere Klarheit, um die es hier geht, und diese eigene Wahrnehmung, diese Wahrnehmung Deiner tatsächlichen Grenzen bzw. auch Deines Grenzorgans braucht in diesem Sinne auch etwas Zeit, bis es sich richtig tief in Dir etabliert hat. Daher habe etwas Geduld mit Dir und auch mit dieser Übung. Und hier kommt die Anleitung für Deine Übung: Du stellst oder setzt Dich in einen Raum, wo Du möglichst ungestört bist. Und dann beginnst Du, Deine Handflächen warm zu reiben. Du tust so, als würdest Du quasi so eine Art Feuer zwischen Deinen Handflächen entfachen wollen. Du merkst, dass es richtig warm wird, und das machst Du so einen kleinen Augenblick, bis Du Deine Handflächen richtig gut spürst. Und dann beginnst Du – und Du machst in der Form, wie es wirklich gut für Dich ist, was ich Dir jetzt zeige… Es geht darum, Deinen Körper, also Deine Körpergrenzen, richtig kräftig zu spüren. Mit Deinen aufgeladenen Fingern und Händen kannst du zweierlei Dinge machen: Du kannst entweder mit den Fingerkuppen auf Deinen Kopf gehen und es geht darum, die ganze Haut von oben bis unten einmal kräftig abzukneten. Das machst Du mit Deinem Gesicht, das machst Du mit Deinem Kopf, das machst Du mit Deinem Nacken. Du kannst es auch mit Deinen Handflächen machen. Wichtig ist, dass Du wirklich satten, kräftigen Kontakt mit Dir, mit Deinem Körper, mit Deinem Grenzorgan, mit Deiner Haut hast. Du machst es nicht so, dass es reibt und dass die Stellen Deiner Haut, die gerade etwas Schwierigkeiten haben, irgendwie gereizt werden. Und was Du stattdessen, statt dieser Berührung auch machen kannst, ist einfach ein Abklopfen; aber mach auch dieses Abklopfen recht kräftig, etwas kräftiger als Du es so gewohnt bist. Und entweder fasst Du wirklich richtig satt und fest an oder mit den Fingerkuppen oder aber Du klopfst Deinen ganzen Körper ab. Und das machst Du einmal richtig kräftig vom Kopf oben, übers Gesicht, über den Hinterkopf, den Hals runter, den Nacken runter, den Rücken, so gut Du es kannst, die Arme runter bis zu den Händen, satt und kräftig. Tief atmen dabei. Den Brustraum, den Bauch, ganzen Rücken hinab, die Hüften…und Du lässt Dir Zeit dafür. Ich gehe jetzt die einzelnen Körperregionen relativ zügig durch; Du läßt Dir wirklich die Zeit, das bewusst zu spüren, was Du da tust, so dass Du richtig mit Dir selber in einem satten Kontakt bist und in ein Spüren hinein kommst. Und das machst Du wirklich die Beine runter bis zu den Fußknöcheln, die Fußrückenseite und die Unterseite der Füße. Wenn Du magst, kannst Du auch gerne einen 2. Durchgang machen; ich mag diese Übung sehr gerne, weil man sich danach richtig gut spürt. Wenn Du das gemacht hast, kräftig und satt mit tiefen Atemzügen, stellst Du Dich für einen kleinen Moment schulterbreit hin und spürst einfach mal nach: Inwiefern kannst Du nach dieser Übung Deine Körpergrenzen deutlicher für Dich spüren oder Dich vielleicht insgesamt mehr spüren als vorher noch. Das ist der 1. Teil der Übung. Im 2. Teil – wenn Du dann festgestellt hast: Wow, ich spüre mich ein ganzes Stück vielleicht mehr als vorher – dann streckst Du Deine Arme weit aus vor Dich so weit wie sie reichen, und sagst, während Du sie ausstreckst und einmal in einem ganzen Kreis um Dich herum nimmst, sagst Du laut: “Das ist mein Raum!” Und das kannst Du mehrfach machen und wirklich mal spüren wie das ist, diesen Raum für Dich klar zu machen…”Das ist mein Raum!”…”Das ist mein Raum!” Und das kannst Du ein paarmal machen und ich empfehle Dir wirklich, laut zu sprechen dabei; also dafür brauchts vielleicht, wenn Du Dich schämst oder wenn es ungewohnt ist, diesen Raum ganz für Dich, damit keiner herkommt und Dich vermeintlich in irgendeiner Form befremdlich findet, eigentlich ist es was ganz Natürliches. Und Du nutzt Deine Arme wirklich, um diesen Raum klar zu machen, und Deine Stimme, um das laut auszudrücken. Auch im Anschluss an diese Übung stehst Du einfach für einen Moment da – wenn Du das Ganze im Sitzen gemacht hast, kannst Du natürlich auch da sitzen – einmal spüren, wie das ist. Vielleicht kannst Du diesen Raum um Dich herum ein Stück weit mehr spüren und einfach eine Wahrnehmung dafür entwickeln. Und im Anschluss gehst Du einfach in Deinen ganz normalen Alltag über, und Du kannst diese Übung tatsächlich immer in Verbindung mit diesem satten Berühren und diesem “Raum-Klar-Machen” mindestens einmal täglich, wenn nicht so oft, wie Du magst, gerne machen. Ganz viel Freude, ganz viele tolle Erfahrungen und ganz viel Klarheit durch diese Übung!

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