Hoch-Sensibilität (Definition)

Was bedeutet “Hoch-Sensibilität”? Wie wird man hoch-sensibel?

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Zusammenfassung

  • Es gibt einen wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der psychologischen Eigenschaft “Hochsensibilität” und Neurodermitis. ℹ️
  • Man geht davon aus, dass ca. 15-20% der Deutschen diese Eigenschaft haben und dass ca. 70% der Hochsensiblen auch introvertiert sind (d.h. sie bleiben lieber für sich und schauen lieber nach innen), während 30% der Hochsensiblen extrovertiert sind. 💡
  • Wenn Du hochsensibel bist, dann hast Du grundsätzlich sehr gute “Antennen”. Du nimmst viel und oft mehr wahr als andere Menschen. 📡
  • Das kann sich nun auf die verschiedenen Sinnes-Organe (hören, riechen, schmecken etc.) beziehen als auch auf Emotionen und Gefühlstzustände von anderen menschen. Man hat generell intensivere Eindrücke und braucht danach auch mehr Zeit, um sich davon zu erholen. 👃👂👀👅
  • Man geht auch davon aus, dass man durch den Blick nach innen mehr wahrnimmt, d.h. dass man sehr viel von den eigenen Gedanken, Gefühlen und körperlichen Vorgängen wahrnimmt. 💭
  • Hochsensible Menschen sind oft sehr sensibel für Beziehungs-Konstellationen und Gruppen-Prozesse. Ein hochsensibler Mensch wird wahrscheinlich als erstes in einer Schulklasse bemerken, dass bspw. jemand gemobbt wird oder wenn im Lehrerkollegium etwas schief läuft. 👨‍👩‍👧‍👦
  • Sensible Menschen haben sehr hohe Erwartungen an ihre eigene Leistung und können schnell unzufrieden mit sich selbst werden und haben oft innere Konflikte. 🔝
  • Es wird angenommen, dass diese Eigenschaft entweder angeboren oder sehr früh erworben ist. 🐣
  • In jedem Fall ist sie tendenziell dauerhaft. Aber sie kann auch trainiert werden; gerade in bestimmten Berufen neigen Menschen dazu, hochsensibel zu sein, weil es dort nützlich ist (bspw. Musik, Kunst, Aktivisten). 🎨🎶

 

Handlungsempfehlungen

✅ Hast Du das Gefühl, dass Du auch hochsensibel sein könntest? Prüfe einmal für Dich nach: spürst Du sehr schnell, wie es anderen geht? Hast Du das Bedürfnis direkt zu helfen, wenn es jemandem schlecht geht? Kannst Du schlecht “nein” sagen und Grenzen setzen / Dich abgrenzen?
✅ Solltest Du hochsensible Anteile haben kann es Sinn machen, stolz auf die damit verbunden Stärken zu sein — und zu schauen, wie man die Schwächen (nicht “nein” sagen / sich abgrenzen können und/oder Helfer-Syndrom) in den Griff bekommen kann (siehe andere Videos).

 

Links

🌐 Mehr zu unserer Expertin in diesem Video findest Du hier (Psychologin Annika Schmidt).
🌐 Weitere Informationen zum Them “Hochsensibilität und Neurodermitis” findest Du hier und hier.

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Transkript

Hochsensibilität und atopische Erkrankungen – da gibt es einen wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der psychischen Eigenschaft Hochsensibilität und Neurodermitis und auch andererseits zwischen Hochsensibilität und Allergien. Dieser Zusammenhang wurde durch Dr. Peter Liffler und seine Kollegen in den Jahren 2018, 2019 und 2020 nachgewiesen und auch wissenschaftlich publiziert. Was Neurodermitis und Allergien sind, ist – glaube ich – klar. Ich erkläre deshalb jetzt: Was ist Hochsensibilität und was hat dieser Zusammenhang für Implikationen für die Behandlung der Erkrankung? Hochsensibilität ist eine psychische Eigenschaft. Die ist 1996 zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben worden von Elaine N. Aron, einer Amerikanerin, die diese Eigenschaft beschrieben hat und auch weiterhin darüber Bücher schreibt und auch von sich selber sagt, dass sie hochsensibel ist. Hochsensibilität: Man geht davon aus, dass ca. 15-20% der Deutschen diese Eigenschaft haben und dass ungefähr 70% der Hochsensiblen auch introvertiert sind, also lieber für sich sind, lieber den Blick nach innen richten, während 30% der Hochsensiblen aber auch extrovertiert sind. Wenn man hochsensibel ist, dann hat man die “Antennen” grundsätzlich sehr weit gestellt. Man nimmt sehr, sehr viel wahr, und oftmals nimmt man mehr wahr als andere Menschen. Das kann sich jetzt auf die verschiedenen Sinnesorgane beziehen, dass man mehr sieht, dass man mehr hört, dass diese Eindrücke auch mehr Eindruck überhaupt machen; dass man auch – wenn man z.B. lange im Lärm war – danach mehr Zeit braucht, um sich davon zu erholen. Und man geht auch davon aus, dass man mit dem Blick nach innen auch mehr wahrnimmt, dass man von den eigenen Gedanken und Gefühlen und auch von den körperlichen Prozessen sehr viel wahrnimmt. Hochsensible sind oft sehr sensibel für Beziehungskonstellationen und Gruppenprozesse. Ein Hochsensibler wird wahrscheinlich als erstes in einer Schulklasse bemerken, dass jemand gemobbt wird zum Beispiel. Oder im Kollegium, wenn da was schiefläuft. Das schaffen hochsensible Menschen darüber, dass sie sehr empathisch sind und oftmals darüber dann sich selber eher vergessen. Dass sie oftmals sehr genau wissen, wie es dem Gegenüber geht, aber nicht unbedingt, wie es ihnen selber geht. Das bedeutet oftmals dann auch, dass sensible Menschen einen sehr hohen Anspruch an die eigene Leistung haben und schnell mit sich selbst unzufrieden sein können. Und es kann eben sein, dass es auch innere Konflikte gibt. Also gerade z.B. wenn es darum geht, ob man jetzt die Bedürfnisse von jemand anderem mehr beachten sollte als die eigenen Bedürfnisse, dann gibt’s oft innere Konflikte. Man geht davon aus, dass diese Eigenschaft entweder angeboren oder sehr früh erworben ist. Auf jeden Fall ist sie tendenziell bleibend. Man kann das aber auch trainieren; gerade in bestimmten Berufsgruppen ist man tendenziell eher hochsensibel und da ist es auch nützlich, hochsensibel zu sein.

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