Unverarbeiteten Stress abbauen

Was kann ich tun, um bisher unverarbeiteten Stress abzubauen? Was hat das mit der Haut zu tun?

Das Video wurde für die Nutzung in unserer NALA App optimiert. Du kannst sie Dir hier kostenlos herunterladen.

 

Zusammenfassung

  • Die Haut wird nicht umsonst als “Spiegel der Seele” bzw. “Grenzorgan” bezeichnet. 🪞
  • Es ist daher die äussere Grenze unseres Immunsystems. Untersuchungen zeigen, dass chronischer Stress das Immunsystem langfristig aus der Bahn werfen kann, was wiederum die Haut stresst und sie empfindlicher macht. ⚡
  • Vielleicht konntest Du bisher sogar selbst einen direkten Zusammenhang zwischen stressigen Situationen in Deinem Alltag und Neurodermitis-Schüben erkennen. 🔗
  • Da wir die Herausforderungen in unserem Umfeld oft nicht ändern oder beeinflussen können, geht es eher darum, zu schauen, wie Du selbst die Verantwortung für Deine Hautgesundheit übernehmen kannst. Anstatt den Fokus auf die äusseren Umstände zu legen (was oft gar nicht hilft, weil man viele Dinge im Aussen nich ändern kann), lieber den Fokus auf sich selbst legen. 🌎👤
  • Dafür gibt es eine Übung: das “Körper-Schütteln”, der unverarbeiteten Stress, aufgestaute Emotionen, Ängste und Sorgen abbaut. 🏋️
  • Das Körper-Schütteln ist tatsächlich etwas ganz natürliches, und kann auch bei Tieren (Vögeln, Hunden, Pferden etc.) beobachtet werden: sobald sie in eine stressige Situation kommen, erstarren sie kurz, schütteln sich ausgiebig und machen weiter, wie bisher (bspw. wenn ein Vogel gegen eine Scheibe fliegt). 🦅🐕🐴
  • Man schüttelt dabei den Stress, und die damit verbundene physische Anspannung, einfach “ab”. So wird das Nervensystem entlastet. 🧘‍♂️🧘‍♀️
  • Es wird empfohlen das Körperschütteln nicht nur dann machen, wenn Du Dich schlecht fühlst (bspw. wenn Du Angst hast oder gestresst bist), sondern dass man diese Übung im Alltag 1-3x täglich integriert. 🔁
  • Beginne mit 1-2 Minuten und dehnen es allmählich so weit aus, wie Du möchtest. Du kannst es 15, 20 oder 30 Minuten lang machen. Du kannst das Körper-Schütteln für den extra Spass-Faktor auch zu Deiner Lieblingsmusik machen. 🎶
  • So funktioniert das “Körper-Schütteln”:
    ▪ Suche Dir einen Platz, an dem Du ungestört bist. 🔇
    ▪ Stelle Dich schulterbreit auseinander und spüre den Kontakt der Fußsohlen mit dem Boden. 👣
    ▪ Atme durch den Mund hörbar ein und aus. Atme und fühle nur. 🫁
    ▪ Fangen langsam an, aus den Knöcheln und aus den Knien heraus, in ein Körperschütteln überzugehen, so dass der ganze Körper zu schütteln beginnt. Das einzige, was wirklich stabil bleibt, sind die Fußsohlen auf dem Boden, und der ganze Rest des Körpers darf in ein wildes Schütteln übergehen. Gerne kannst Du dabei auch die Augen schliessen, um Dich noch mehr auf Deinen Körper zu konzentrieren (achte darauf, dass Du nichts in der Umgebung “umschüttelst” 🙂). 💃🕺
    ▪ Sobald Du Dich ausreichend geschüttelt hast, höre langsam auf zu schütteln und stoppe nicht abrupt ab.⌛
    ▪ Schliesse die Augen und spüre einmal in Deinen ganzen Körper hinein: was hat sich geändert? Wie fühlst Du Dich? Wie fühlt sich Dein Körper an? 💭
    ▪ Und als Hinweis: gib der Übung ihr keine feste Struktur, sondern mach sie jeden Tag anders und wie es sich am besten anfühlt. Mach auch keine Sportübung daraus. Es ist wirklich eine Körperübung, die das innere System wieder ins Gleichgewicht bringt. ⚖️
  • Versuche die Übung täglich in Deinen Alltag zu integrieren — und ganz wichtig: hab Spass dabei! 🎉🥳

 

Handlungsempfehlungen

✅ Probiere die beiden Übungen einmal aus. Beim ersten mal fühlt man sich eventuell noch etwas unwohl dabei, weil es vielleicht zunächst seltsam klingen mag. Aber lass Dich einmal darauf ein — was hast Du zu verlieren?
✅ Stelle Dir doch selbst einer 7-Tage-Challenge: jeden Tag in den nächsten 7 Tagen machst Du diese Körper-Schüttel Übung. Das sollte nicht mehr als 5-10 Minuten am Tag dauern. Spüre danach in Dich hinein: merkst Du eine Veränderung?

 

Links

🌐 Mehr zu Deinem Experten (Heilpraktikerin Lilian Runge-Rieken) in diesem Video findest Du hier.
🌐 Mehr zur Anwendung von Körper-Schütteln (u.a. im Rahmen von “Trauma Releasing Exercises”/TRE) findest Du hier (auf Englisch).
🌐 Mehr Informationen zum Körper-Schütteln findest Du hierhier und hier (nur auf Englisch).

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Transkript

Ein ganz herzliches Hallo; mein Name ist Lilian. In diesem Video möchte ich mit Dir darüber sprechen, wie unverarbeiteter Stress sich negativ auf Deine Haut und Neurodermitis auswirken kann, und was Du tun kannst, um diesen Stress, um angestaute Emotionen, um Ängste und Sorgen abzubauen. Dass die Haut auch als Spiegel der Seele bezeichnet wird, ist keine neue Erkenntnis. Aber alleine, das zu wissen, hilft nicht wirklich weiter. Unsere Haut wird ja auch als Grenzorgan bezeichnet und ist die äußere Barriere unseres Immunsystems. Es ist mittlerweile wissenschaftlich erforscht, dass chronische Belastungen, insbesondere Dauerbelastungen langfristig das Immunsystem aus der Bahn werfen können, weil bestimmte Botenstoffe entweder zuviel oder zuwenig ausgeschüttet werden, was wiederum die Haut belasten und empfindsamer machen kann. Vielleicht kannst Du sogar einen ganz direkten Zusammenhang zwischen stressigen Situationen in Deinem Alltag und Neurodermitisschüben erkennen. Da wir unsere Umwelt mit ihren Herausforderungen oft gar nicht in irgendeiner Form ändern oder beeinflussen können, geht es also eher darum zu schauen, was Du in Dir ändern und was Du für Deinen Körper und Deine Haut tun kannst, also wie Du selbst Verantwortung für Deine Hautgesundheit übernehmen kannst, anstatt mit Deinem Fokus an den äußeren Umständen hängen zu bleiben, was ja oft gar nichts bringt, weil die Dinge oft einfach so sind wie sie nun mal sind. Und genau dafür, nämlich dass Du aktiv etwas für Dich und Deine Haut tun kannst, dafür gibt es eine Übung, die unverarbeiteten Stress, angestaute Emotionen, Ängste und Sorgen abbaut. Und diese Übung wird in ihrer Wirkung oft unterschätzt, ganz einfach, weil sie relativ einfach erscheint. Und diese Übung heißt das sogenannte “Körperschütteln”. Diese Übung kennen wir – und Du kannst es bei Tieren wirklich abschauen – bei Tieren vor allem in der Natur, die Tiere, die sich ganz, ganz instinktiv einfach schütteln, wenn sie sich z.B. erschrocken haben. Du kennst das z.B. bei einem Vogel, der kurzfristig mal vor eine Scheibe geflogen ist; denn er sitzt einen kleinen Moment einfach erstarrt da, um sich dann einmal ganz kräftig zu schütteln und anschließend einfach weiter zu fliegen, als wenn gar nichts gewesen wäre. Das Gleiche kannst Du natürlich auch bei Hunden, bei Pferden und bei vielen anderen Tieren beobachten. Es ist also wirklich etwas ganz Natürliches, und das bedeutet, dass das Körperschütteln einen tiefgehenden Effekt in uns hat, nämlich in unserem Nervensystem, indem es uns in eine innere Balance zurückbringt, und wenn Du diese Übung machst, so auf diese Art Deine Haut weniger belastet wird und im besten Fall weniger stark reagieren muss. Ich empfehle Dir, das Körperschütteln nicht einfach dann zu machen, wenn es Dir gerade schlecht geht, also wenn Du Dich z.B. erschrocken hast oder wenn Du Stress hast, sondern am allerbesten machst Du diese Übung, dieses Körperschütteln so in Deinem Alltag, dass Du es täglich anwendest, also mindestens einmal täglich, wenn nicht sogar zwei- oder dreimal täglich. Die ersten Male, wenn Du diese Übung machst, reichen tatsächlich so ca. ein bis zwei Minuten. Später, wenn Du das ein paarmal gemacht hast und dafür ein gutes Gefühl bekommen hast, kannst Du sie zeitlich tatsächlich beliebig ausdehnen, du kannst das 15 Minuten machen, 20, 30 – ich kenne auch Leute, die das noch länger machen. Du kannst das zeitlich ausdehnen oder Du kannst dieses Körperschütteln auch zu Deiner Lieblingsmusik machen. Das Körperschütteln bringt Deinen Körper und Dein ganzes inneres System wieder in eine Balance, es baut übermäßigen Stress und belastende, angestaute Emotionen ab, so dass Deine Haut weniger stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Und hier kommt die Anleitung für Deine Körperschüttel-Übung. Suche Dir dafür einen Raum, in dem Du ungestört bist. Und wenn es keine andere Möglichkeit gibt, kannst Du es natürlich auch im Badezimmer oder bei der Arbeit auf der Toilette machen. Und dann, wenn Du diesen Raum gefunden hast, stellst Du Dich schulterbreit hin; wenn Du magst, dann öffnest Du Deinen Mund ganz leicht und lässt Deinen Atem hörbar durch Deinen Mund ein- und ausströmen. Das hört sich in etwas so an und sieht in etwa so aus… Und das machst Du während der ganzen Übung. Spüre als Erstes, während Du also schulterbreit dastehst, durch den Mund ein- und ausatmest, spüre den Kontakt Deiner Fußsohlen mit dem Boden…atme und spüre. Und dann nach einiger Zeit, wenn Du guten Kontakt zu Deinen Fußsohlen hast, die gut und fest am Boden stehen und bei dieser Übung auch am Boden stehen bleiben, beginnst Du Dich aus den Fußgelenken und aus den Knien heraus, in ein Körperschütteln hinein zu bewegen, so dass der ganze Körper anfängt sich zu schütteln. Du machst das so, dass Deine Knie schütteln, Deine Fußgelenke schütteln, Deine Hüften, Dein Becken, Deine Schultern, Deine Arme, Deine Ellenbogen, Deine Handgelenke – alles darf sich schütteln, auch der Kopf und die Haare dürfen wild schütteln, Du darfst das wesentlich wilder machen als Du das jetzt bei mir siehst. Und Du schüttelst Dich. Das Einzige, was wirklich stabil bleibt, sind Deine Fußsohlen am Boden, und der ganze Rest Deines Körpers darf in ein wildes Schütteln übergehen. Und Du atmest durch den Mund ein und aus, wenn Du magst kannst Du die Augen offen oder geschlossen haben, ganz wie Du magst – ich mag sie oft dabei schließen, aber es ist Deine Entscheidung. Und Du schüttelst Deinen Körper so, dass sich alle großen Gelenke, inklusive der Handgelenke, die Fingergelenke, die Schultern, die Hüften, Dein Nacken, Dein Popo, Dein Bauch und alles an Dir schüttelt, und zwar jeden Tag ein bisschen anders, nämlich so, wie Dein Körper es mag. Du nimmst tiefe Atemzüge durch den Mund; dieses Schütteln kann ein bisschen anstrengend sein, das ist völlig richtig und völlig in Ordnung. Und die ersten Male machst Du das vielleicht 1-2 Minuten und später, wenn Du Lust hast und es länger machen möchtest, weil Dein Körper mag diese Bewegung, kannst Du es gerne länger machen und vielleicht kannst Du es auch ein bisschen genießen. Und wenn Du dann ganz in Deiner Zeit – ich kürze es jetzt für Dich ein bisschen ab – wenn Du dann wieder zur Ruhe kommst – Du lässt Deinen Körper so ein bisschen “ausschütteln”, Du stoppst nicht abrupt – stehst Du für einen Moment lang einfach da und spürst mal in Deinen Körper hinein, was sich jetzt nach diesem Körperschütteln anders anspürt in Dir als vorher. Und es kann sein, dass Du in Deinen Händen, in Deinen Armen, in Deinen Fußsohlen, in Deinem Bauch, wo auch immer, so ein leichtes Kribbeln empfindest, ein Pulsieren oder andere Empfindungen hast, wo Du einfach merkst: Wow, da merke ich, ich bin wieder so ein bisschen freier, ein bisschen lebendiger, ein bisschen – ja, mehr am Atmen, mehr in der Lebendigkeit drin als vor dieser Übung. Mach sie täglich, mach viele neue Erfahrungen damit, mach keine feste Struktur aus dieser Übung, mach keine Sportübung daraus, es ist wirklich eine Körperübung, die das innere System wieder in Balance bringt. Und in diesem Sinne wünsche ich Dir ganz viele tolle Erfahrungen damit, lass es jeden Tag ein paar neue Erfahrungen sein und ganz viel Freude mit dieser Übung.

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