Selbstbeobachtung

Was ist Selbstbeobachtung? Und wie kann sie mir bei einer glücklicheren Haut helfen?

Das Video wurde für die Nutzung in unserer NALA App optimiert. Du kannst sie Dir hier kostenlos herunterladen.

 

Zusammenfassung

  • Warum ist Selbstbeobachtung der erste Schritt zur Heilung? Und was ist Selbstbeobachtung? ❓
  • Gegenüber anderen Lebewesen (bspw. Fröschen), haben wir den Vorteil, dass wir über uns selbst nachdenken können und uns selbst beobachten können. Das heisst, ich kann nicht nur die Dinge im Außen beobachten, sondern ich kann auch beobachten, was in mir passiert und wie ich mich selbst verhalte. Ich kann in die Vergangenheit gehen und darüber nachdenken und genauso kann ich auch gedanklich in die Zukunft reisen. 👀
  • Der Mensch ist mit seinen Sinnen und mit seinen Wahrnehmungen wie ein System, das einer Antenne gleicht. Durch alle Sinne gehen im Prinzip Antennen nach außen, durch die Informationen rein kommen. 📡
  • Welche Brille / Perspektive stülpe ich über diese Informationen? Eine graue Brille, die alles dunkler und schwerer macht, egal was passiert — oder eine rosarote Brille, wie wir aus Verliebtheitsphasen kennen. 👓
  • Bezogen auf die Neurodermitis bedeutet das: wie nehme ich das Thema und die Symptome wahr? 💭
  • Bspw. kann man Angst vor neuem Juckreiz haben oder davor, keine Lösung zu finden. Oder wenn Du gerade einen Schub hast, dass er nicht aufhört. 👻
  • Ich höre oftmals Sätze, die gar nicht von den Betroffenen selber sind. Denn es  geschieht häufig, dass sie Sätze von Experten, von Ärzten, von Psychologen, von Heilpraktikern etc. einfach übernehmen (bspw. “Das hilft doch nie!”). 👨‍⚕️
  • Durch die Formulierung der Wahrnehmung kommt es dazu, dass Du Dich nicht mehr so sehr damit identifizierst. 👍
  • Insbesondere kann man diese Nicht-Identifikation dadurch stärken, dass man zwischen “Stimulus” (bspw. Juckreiz) und “Reaktion” (bspw. Kratzen) etwas dazwischen schiebt. Beispielsweise den Satz “Oh, das ist ja interessant!”.
  • So schaffst Du im ersten Schritt ein bisschen Raum und bist nicht mehr so sehr damit identifiziert und so sehr in dem Stress drin. Du beobachtest Dich eher aus der Perspektive einer 3. Person. 🥸
  • Also: beobachte Dich, wie Du die Dinge bewertest, insbesondere alles im Zusammenhang mit Deiner Haut. 👀

 

Handlungsempfehlungen

✅ Beobachte Dich einmal aufmerksam selbst: wie bewerte ich meine Symptome, meinen Juckreiz, meine Haut und die Neurodermitis? Wie häufig ist es negativ, wie häufig positiv?
✅ Um etwas Raum zwischen “Stimulus” (bspw. Juckreiz) und “Reaktion” (bspw. Kratzen) zu bekommen, kannst Du einen Satz einschieben, sobald Du den Stimulus bemerkst (bspw. “Oh, das ist ja interessant!”).

 

Links

🌐 Mehr zu unserer Expertin in diesem Video findest Du hier (Psychologin Hannah Wegmann).

Du willst NALA gratis nutzen? 🆓

Du hast ein gutes Timing. Du wärst unter den ersten 5000 Nutzern, die NALA Premium-Version gänzlich kostenlos nutzen können -- ein Leben lang.

Transkript

Warum ist Selbstbeobachtung der erste Schritt zur Heilung? Mein Name ist Hannah Wegmann und ich möchte in diesem kurzen Video gemeinsam mit Ihnen den Satz “Ich beobachte mich selber fürsorglich” lebendig werden lassen. Diesen Satz können Sie sich gern notieren und das Video kurz anhalten und mal im Nachgang darüber nachdenken und in Ihrem Alltag schauen, wie Sie diesen Satz lebendig werden lassen können. Denn durch die Selbstbeobachtung, wenn Sie das präzise und mit Geduld erlernen, haben Sie so eine machtvolle Möglichkeit, Dinge zu transformieren in Ihrem Leben. Was ist Selbstbeobachtung? Sie können es sich so vorstellen, dass wir – wenn man uns z.B. mit Fröschen vergleicht – den Vorteil haben über uns – naja, das ist nicht immer ein Vorteil, manchmal kann’s auch zum Nachteil werden – aber wir haben den Vorteil, über uns selbst nachdenken zu können, uns selbst beobachten zu können. Das heißt, ich kann nicht nur die Dinge im Außen beobachten, sondern ich kann auch beobachten, was so fein da ist, was feinstofflich da ist und was in mir passiert, wie ich mich verhalte. Ich kann in die Vergangenheit gehen und darüber nachdenken, da beobachten, ich kann in die Zukunft beobachten, ich kann im Körper beobachten und ich kann in meiner Wahrnehmung beobachten. Das heißt, um es greifbarer zu machen, stellen Sie sich vor, der Mensch ist mit seinen Sinnen, mit seinen Wahrnehmungen und mit den Empfindungen, die wir durch die gesamten Organe im Körper haben, wie ein System, das quasi einer Antenne gleicht. Durch alle Sinne gehen quasi Antennen nach außen, durch die Informationen rein kommen. Also wenn ich jetzt z.B. einem Menschen begegne, dann kommen Informationen rein. Wodurch? Durch die Antennen. Zum Beispiel durch die Antenne “Sehen” oder durch die Antenne “Hören”. Jetzt gerade kommen wahrscheinlich Informationen von mir zu Ihnen durch die Antenne “Sehen” und “Hören” und vielleicht sogar “Fühlen”. Und das, was bei der Selbstbeobachtung wichtig ist, ist quasi zu schauen, welche Qualität das hat, wie ich die Dinge wahrnehme. Jetzt können wir schauen im Alltag: Ist es so, dass wir quasi eine Brille aufhaben, die alles Schwarz-Weiß malt, die alles ein bisschen verschleiert und dunkler und schwerer macht, egal was passiert? Das kennen wir alle: es ist nicht genug, es reicht nicht aus, ich kann eh nichts verändern, ich leide so sehr, was auch immer. Oder hab ich die Brille auf: – das kennen auch viele von uns – wie in der Phase, als ich z.B. verliebt war, die typische rosarote Brille? Was passiert da? Da verändert sich meine Art der Wahrnehmung und das kann ich beobachten. Das heißt, da wir hier zum Thema Hauterkrankungen zusammenkommen, fragen Sie sich mal oder beobachten Sie sich mal, wie Sie dieses Thema wahrnehmen, wie Sie sich wahrnehmen oder wie Sie die Symptome, die Erkrankung an sich wahrnehmen. Ich lade Sie dazu ein, dass Sie sich diese Fragen stellen und nicht, eben kurz beantwortet, sondern sich ausgiebig und in der Tiefe damit auseinandersetzen. Weil: Das, was passiert, wenn ich mich selbst beobachte, ist, dass sich automatisch etwas verändert. Und wir kennen das z.B. aus Experimenten der Quantenphysik, wir kennen das aber auch aus unserem Alltag. Wenn Sie z.B. einen anderen Menschen als Beispiel nehmen. Stellen Sie sich vor, Sie sind mit einem anderen Menschen im Raum, jeder ist an seinem Handy beschäftigt, keiner guckt sich an. Jetzt beginnen Sie, diesen Menschen zu beobachten. Was glauben Sie, wie lange dauert es, bis dem Menschen das auffällt, bis er seine Form verändert, bis er nicht mehr am Handy ist, sondern sich Ihnen zuwendet oder zumindest mal einen kurzen Blick zu Ihnen wirft. Beobachten Sie das in Ihrem Alltag, dass Sie durch Selbstbeobachtung die Dinge um Sie herum verändern. Und alles, was so im großen Außen stattfindet, findet auch in Ihnen statt. Das heißt, wenn Sie beginnen, sich selbst zu beobachten, können Sie sich fragen: Was ist mit meinem Körper, wie sieht mein Körper aus, wie fühlt sich mein Körper an? Wie verändere ich mich, wenn ich verschiedene Dinge beobachte, also beobachten Sie, wie Sie sich verändern. Wenn Sie z.B. Angst haben vor neuem Juckreiz oder wenn Sie Angst davor haben, keine Lösung zu finden oder wenn Sie gerade einen Schub haben – beobachten Sie sich dabei. Das, was da passiert, ist quasi, dass Sie Raum schaffen, dass Sie nicht mehr so sehr damit identifiziert sind. Sie schaffen Raum für neue Lösungen. Wenn Sie sagen, ich bin so sehr identifiziert mit dem Juckreiz, dass ich nur da bin und quasi der Juckreiz bin, weil ich so sehr hektisch bin, dann sehen Sie schon an der Sprache, anhand der Bewegung – da kommen Sie fast gar nicht mehr raus. Das, was hilft, ist sich zu beobachten und dafür bekommen alle meine Klienten immer einen Satz mit, den müssen Sie nicht übernehmen, aber Sie können Ihren eigenen gerne finden. Der Satz ist: Oh, das ist ja interessant! Und dieser Satz ist Gold wert, ich sag Ihnen auch warum. Sie können ihn auf alles anwenden, Sie können sowohl beim Juckreiz, bei irgendeinem Ausbruch, als auch bei irgendwelchen Gefühlen, die Sie belasten, anwenden. Und durch diesen Satz: Oh, das ist ja interessant!, ich beobachte mal, was hier passiert – schaffen Sie im ersten Schritt, das ist nur der erste Schritt, ein bisschen Raum und sind nicht mehr so sehr damit identifiziert und so sehr in dem Stress drin. Das heißt, wenn ein Angstgefühl z.B. auftritt, dann kann ich sagen: Oh, das ist ja interessant! Schaffe den Raum, um mich zu beobachten. Und alleine dadurch verschaffen Sie sich schon ein bisschen mehr Leichtigkeit. Und vor allem Entspannung. Und im Verlauf werden Sie dann bemerken oder Ihr Gewahrsein wird sich quasi verändern, dass Sie auf allen drei Ebenen durch die Selbstbeobachtung Veränderungen spüren können, dass Veränderungen sichtbar werden. Das ist am Anfang meist so ein bisschen ein Gefühl von oder wird häufig beschrieben wie: Ich weiß gar nicht warum, ich weiß gar nicht konkret, was ich gemacht habe, aber irgendwas ist anders geworden im Umgang mit der Erkrankung, irgendwas verändert sich da gerade. Und um Ihnen diesen Veränderungsprozess mal deutlich zu machen, machen Sie sich noch mal die drei Ebenen bewusst: einmal das Physische, das Mentale und das Emotionale. Im physischen Bereich ist es so, dass wenn Sie Selbstbeobachtungen trainieren und Stück für Stück auch Ihre Wahrnehmung erweitern, dass sich da diese Identifikation mit Angst und Furcht, wo wir oftmals im Reagieren sind anstatt zu kreieren, anstatt zu beobachten, Raum zu schaffen und bewusst zu kreieren. Das wird sich verändern mit der Zeit zu so einem Gefühl von mehr Präsenz, mehr im gesamten Körper sein und nicht mehr in einer Stelle fest zu hängen sozusagen. Oder womöglich, weil’s so so schlimm ist, aus dem Körper raus zu gehen und sich zu betäuben. Im emotionalen Körper ist die Veränderung ungefähr so zu beschreiben, dass Sie aus diesem – nicht böse oder wertend gemeint – Drama raus kommen. Oftmals lernen wir oder neigen dazu, Dinge auch größer zu machen, zu verschlimmern und uns da rein zu steigern. Das kennen Sie. Wenn z.B. zwei Menschen aufeinander treffen, die beide sehr, sehr ängstlich sind, dann wird mehr Angst erzeugt. Oder wenn zwei Menschen sehr wütend sind – das trifft’s glaub ich noch eher oder macht’s noch deutlicher – dann wird mehr Wut erzeugt und es passiert irgendwann eine Explosion. Und so ist das auch in uns. Wenn wir ohne Selbstbeobachtung, also unbewusst durch’s Leben gehen, mit der Erkrankung umgehen, ist es häufig so, dass wir nur reagieren, Drama erschaffen und in diesen Gefühlen gefangen sind und da nicht rauskommen und sich womöglich sogar eine Panik oder eine große Angst entwickelt und sich das ausdehnt. Durch den Prozess der Selbstbeobachtung können Sie auf dieser Ebene oder in diesem Körper wieder mehr zur Liebe finden. Was nicht “lieb sein” bedeutet, was nicht “niedlich sein” bedeutet, sondern das bedeutet liebevoll, klar mit sich umzugehen, sich bewusst mit sich auseinanderzusetzen, mit dem Leben, was ich erschaffe, sich damit auseinanderzusetzen, wie wir uns fühlen. Das heißt auch nicht, dass wir uns nie wieder schlecht fühlen oder traurig fühlen. Aber das, was sich verändert, ist dass Sie mit ihren traurigen Gefühlen oder mit Ihren ängstlichen Gefühlen liebevoll umgehen. Also wenn ich traurig bin, dann kann ich das da sein lassen und spüren und sagen: Oh, das ist interessant!, den Raum schaffen und dann dieser Trauer liebevoll begegnen lernen. Dafür brauchen wir im ersten Schritt Selbstbeobachtung. Und das können wir dank unseres mentalen Körpers. Und auf dieser Ebene geschieht die Veränderung in unserem Bewertungssystem. Also Sie können ja mal schauen – erinnern Sie sich an das Beispiel mit dem Stift – wie Sie die Dinge bewerten, welche Bewertung, welche Bedeutung haben Sie der Erkrankung gegeben. Ich höre oftmals Sätze, die gar nicht von den Klienten selber sind. Das geschieht häufig, dass Klienten Sätze von Experten, von Ärzten, von Psychologen, von Heilpraktikern, von wem auch immer, einfach übernehmen. Und diese Sätze gilt es auf der mentalen Ebene nicht einfach zu übernehmen, sondern sich anzuschauen, welche Bewertung oder Bedeutung hab ich den Dingen gegeben und was ist wirklich meine Wahrheit. Und da kommen Sie durch die Selbstbeobachtung auf der mentalen Ebene in die Transformation hin zu – wie könnte man das beschreiben – einem inneren Wissen, ja, einem inneren Wissen. Wenn Ihnen jetzt jemand gesagt hat: Das kann man nicht heilen – ich mach’s mal ganz krass und extrem als Beispiel: Das kann man nicht heilen! Wenn ich das jetzt glaube und übernehme und dieser Erkrankung die Bedeutung gebe – was passiert dann wohl im weiteren Verlauf und im Krankheitsverlauf in meinem Leben? Wenn ich jetzt aber sage: Ich schau mir das an, ich beobachte mich da und prüfe das, was ist meine Wahrheit? Was glaube ich ganz tief drin, auch wenn das so so klein ist und der Satz des anderen so so groß ist? Was ist meine Wahrheit? Dann schaff’ ich wieder Raum, dann entsteht innerlich so was wie eine Stille und ein Wissen, vielleicht sogar eine Weisheit auf Dauer. Also nehmen Sie bitte den Satz mit: Ich beobachte mich fürsorglich! Und integrieren Sie den in Ihr Leben.

Medizinischer Haftungsausschluss

Die Inhalte dieser App / Seiten stellen keine medizinischen Empfehlungen dar. Es handelt sich um allgemeine Informationen bzw. die Darstellung Deiner eigenen Tracking-Daten. Bevor Du etwas an Deinem Therapieplan änderst, sprich bitte immer zuerst mit Deinem Arzt.

Share This

Share This

Share this post with your friends!