Umgang mit Symptomen

Wie sollte ich meine Symptome sehen? Welche “Botschaft” könnte hinter ihnen stecken?

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Zusammenfassung

  • In diesem Video möchte ich erklären,  warum es sinnvoll ist, die Symptome nicht zu bekämpfen oder als lästige Feinde zu betrachten. ℹ️
  • Mache Dir zunächste einmal bewusst, welche Symptome Du hast. Und frage Dich anschliessend: wie habe ich diese Symptome bewertet? 🤔
  • Als Beispiel: wenn ich an den Juckreiz denke, was kommt dann in mir auf, wie fühle ich mich damit? Welche Sätze kommen da in mir vor? Was hab ich damit verknüpft? 💭
  • Das sind häufig negative Dinge (also bspw. “Das will ich nicht”, “Das soll weg” oder “Das soll nicht da sein.) Es sind also Widerstände. Das Problem ist: alles, wogegen wir uns wehren, wird größer. 🤺
  • Was ist also die Lösung im Umgang mit diesen Symptomen? ❓
  • Überlege Dir einmal: wenn meine Symptome sprechen könnten – was würden die mir sagen? 💬
  • Als Beispiel:  “Ich bin rot geworden.” kann bspw. Wut oder Scham ausdrücken. Also: Jedes Symptom, jede Emotion ist wie ein Postbote, der eine Nachricht für Dich hat. Und wenn man die nicht versteht, kommt der Postbote (d.h. die Symptome) immer wieder. 📬
  • Noch ein Beispiel: Trockenheit. Trockenheit hat nicht nur den physischen Aspekt, sondern auch den emotionalen Aspekt. Was könnte emotionale Trockenheit sein? Bspw. könnte das bedeuten, dass ich mich innerlich abgestumpft fühle, dass ich mich innerlich leer fühle, dass ich nicht mitschwingen kann (bspw. Wenn andere Menschen lachen, kann ich nicht mitlachen, weil ich das irgendwie nicht so richtig fühle). 🚱
  • Man kann jedoch lernen mit den Emotionen bewusst und liebevoll umzugehen. Dabei geht es nicht darum etwas zu verändern, sondern das anzunehmen, was ist. 🧘‍♂️🧘‍♀️

Handlungsempfehlungen

✅ Versuche Deine Symptome nicht als Feinde zu verstehen, sondern als Nachrichtenübermittler. Versuche zu verstehen: was möchten sie Dir sagen?
✅ Versuche, Deine Symptome (bspw. Juckreiz) nicht abzulehnen oder Dich dagegen zu wehren, sondern liebevoll anzunehmen.

Links

🌐 Mehr zu Deiner Expertin in diesem Video findest Du hier (Dr. med. Saskia Eichner).

Transkript

Die Symbolik der Symptome von Juckreiz & Co. Mein Name ist Hannah Wegmann und in diesem Video werden Sie verstehen, warum es sinnvoll ist, sich die Symptome einmal genauer anzuschauen und aufzuhören, die Symptome zu bekämpfen oder als lästig oder als Feinde zu betrachten. Machen Sie sich hier an dieser Stelle einmal bewusst, welche Symptome Sie haben. Vielleicht halten Sie das Video auch kurz an und schreiben sich das auf, um es wirklich vor Augen zu führen, dass Sie sich das bewusst machen, welche Symptome sind bei mir da, welche Symptome treten immer wieder auf. Und danach fragen Sie sich: Wie habe ich diese Symptome bewertet? Wenn Sie jetzt z.B. – wir nehmen mal den Juckreiz – wenn Sie an den Juckreiz denken: Wie hab ich das bewertet? Wenn ich an den Juckreiz denke, was kommt dann in mir auf, wie fühle ich mich damit, was sehe ich dann vielleicht, was höre ich, was kann ich wahrnehmen? Welche Sätze kommen da in mir vor? Was hab ich damit verknüpft? Und so können Sie das gerne einmal in Ihrer Zeit für jedes Ihrer Symptome machen, was Sie nervt, was Ihnen weh tut, was Sie schmerzt, was immer wieder da ist und was Sie gerne loswerden wollen. Schauen Sie das mal in Ruhe für sich an und dann können Sie das Video weiterlaufen lassen. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, was Sie mit diesen Symptomen verbunden haben. Wenn wir das jetzt mal bewusst bewerten, sind das häufig negative Dinge, sind häufig Dinge, wo wir intuitiv das Gefühl haben: Das will ich nicht, das soll weg, das soll nicht da sein. Und das Spannende an diesem “das soll weg, das möchte ich nicht haben”, an dieser inneren Haltung ist ja, dass es ein Widerstand ist. Und jetzt ist es sehr, sehr interessant, wenn man sich mit Widerständen beschäftigt, mit energetischen Widerständen, mit innerlichen Widerständen, dass wir schnell feststellen, dass alles, wogegen wir uns wehren, größer wird und oftmals wieder zurück kommt. Vielleicht ist es für eine gewisse Zeit weg, aber es kommt wieder zurück. Was ist also die Lösung im Umgang mit diesen Symptomen? Schritt 1 will ich Ihnen sehr ans Herz legen – dass Sie da mal kreativ werden und sich fragen: Wenn meine Symptome sprechen könnten – was würden die mir sagen? Wofür stehen die im übertragenen Sinne? Lassen Sie da ruhig Ihrer Kreativität freien Lauf und fragen Sie sich: Wofür stehen diese Symptome? Ich hab mir ein paar Beispiele aufgeschrieben bzw. benutzen wir das ja auch in unserem Alltagssprachgebrauch, um Gefühle auszudrücken. Hier geht es jetzt nicht unbedingt um Symptome bei Hauterkrankungen, aber – das kennen Sie auch von sich – wenn Sie sich z.B. schämen, sagen Sie: Mir ist mein Herz in die Hose gerutscht. Oder andere Redewendungen, die Sie eben gelernt haben, die Ihnen vorgelebt wurden in Ihrer Erziehung. Was wir auch noch häufig sagen oder bemerken vielmehr ist quasi, dass der Körper sich zusammenzieht. Also Sie merken, dass visuell tatsächlich: Wenn wir Angst haben, gehen die Schultern hoch, wenn wir Angst haben machen wir vielleicht so…machen uns kleiner, wollen uns verstecken. Sie erinnern sich an die Stressreaktion, das ist eine unbewusste Reaktion, die quasi unser Überleben sichern soll. Und wenn wir uns das jetzt mal anschauen, wir könnten das jetzt noch weiterspinnen, was da eigentlich passiert, dann entsteht im Körper Enge, dann will ich mich verstecken, da will ich mich schützen, weil ich Angst habe. Und jetzt können Sie sich fragen: Ist das jetzt gerade sinnvoll für mich, Angst zu haben? Ist es jetzt gerade sinnvoll und notwendig, dass ich mich schütze oder bin ich hier sicher? Kann ich mir mit einem sicheren inneren Gefühl anschauen, was diese Symptome zu bedeuten haben. Ich stell jetzt einfach mal die Behauptung auf und Sie können das gern für sich prüfen, dass jedes Symptom, das Sie haben und auch jedes Gefühl, was da ist, was wir häufig mit diesen Redewendungen beschreiben, wie z.B. “ich bin rot geworden” – kann Wut ausdrücken, kann Scham ausdrücken, das ist eine innerliche Bewegung. Also meine Behauptung: Jedes Symptom, jede Emotion, die Sie haben, ist quasi wie ein Postbote, der Ihnen einen Brief in Ihren Briefkasten wirft und eine Nachricht für Sie hat, das Ihnen was sagen will. Ich bin fest davon überzeugt und durfte auch in den Jahren meiner Arbeit die Erfahrung machen, dass all diese Gefühle, auch wenn Sie diesen Satz vielleicht schon mal gehört haben und der in Ihnen was Ablehnendes auslöst, aber all diese Gefühle, all diese Emotionen haben eine Botschaft und haben eine liebevolle Absicht für Sie. Sie können es sich metaphorisch auch so vorstellen, dass wenn z.B… nehmen Sie gern ein Kind als Beispiel… Wenn Sie noch keine Kinder haben, stellen Sie sich ein Kind vor. Nehmen Sie ein Kind als Beispiel. Wenn ein Kind wütend ist, dann ist vielleicht irgendwo in uns…also sehr, sehr wütend, dann ist vielleicht irgendwo in uns der Impuls da – oh, das möchte ich jetzt eigentlich nicht, das ist anstrengend, das möchte ich nicht haben. Und dann ignorieren wir das vielleicht, aber vielleicht gehen wir auch drauf ein. Aber mal angenommen, wir ignorieren das – das Kind kommt immer wieder zu uns zurück, das Kind kommt immer wieder zu uns zurück. Und so ist das auch mit den Symptomen. Der Unterschied hierbei ist jedoch, dass Sie selber die Macht haben, an Ihrem emotionalen Erleben etwas zu verändern, Sie sind dem nicht ohnmächtig ausgeliefert, egal, in welcher Phase Ihres Lebens Sie gerade stecken, egal, was Sie vorher erlebt haben oder wo Sie gerade stehen. Sie können lernen, mit Ihren Emotionen bewusst umzugehen und quasi liebevoll mit diesen Emotionen und sinnvoll vor allem umzugehen. Also fragen Sie sich hier vielleicht mal ganz spielerisch und mit Leichtigkeit, weil gerade bei diesen schweren Themen, diesen belastenden Themen empfehle ich immer: Gehen Sie da mit einer leichten, kreativen Haltung heran. Machen Sie es sich nicht noch unnötig schwerer. Sie können das jetzt auseinandernehmen und sortieren und sich die Symptome, die Sie aufgeschrieben haben, mal genauer anschauen und einfach mal schauen, was ist die Symbolik dahinter, was ist die Nachricht dahinter. Und das können Sie sich z.B. so vorstellen, als ob Sie Kontakt aufnehmen wie zu einem Menschen. Ich sag immer gerne zu meinen Klienten: Ist es nicht verwunderlich, dass wir uns so viele Gedanken darüber machen, es gibt so viele Kommunikationsmodelle und Erklärungen, wie wir mit anderen Menschen umgehen sollen, wie wir mit anderen Menschen sprechen sollen. Aber niemand stellt so richtig in den Fokus oder in den Vordergrund, wie wir mit uns selbst sprechen, obwohl wir das den ganzen Tag über tun. Also möchte ich Sie einladen, fangen Sie an mit Ihren Symptomen oder Emotionen zu sprechen und einfach mal liebevoll zu fragen, so als wäre es Ihr Kind: Was möchtest Du mir mitteilen? Wofür bist Du da? Was macht es so wichtig – sehr, sehr hilfreiche Frage – was macht es so wichtig, dass Du in meinem Leben immer wieder auftauchst? Was ist Deine Absicht? Und sie können – wenn Sie ein visueller Typ sind – können Sie sich das gerne vorstellen als hätte das irgendeine Form oder als wäre das eine Figur, was auch immer, lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Wenn Sie eher der Stratege sind oder der nicht so Kreative, der eher Struktur und Ordnung liebt, dann können Sie sich das vielleicht aufschreiben in irgendeiner schönen Schrift und ganz intuitiv diese Fragen stellen und einfach die Antwort hinschreiben ohne zu bewerten und drüber nachzudenken, quasi wie in einem …? Test, wo Sie einfach das ankreuzen, was als erstes intuitiv richtig ist und nicht in dieses Hinterfragen reinkommen, ist es jetzt richtig oder falsch. Also ich lad Sie ein – probieren Sie das mal aus mit den Symptomen, die Sie haben. Und ich möchte Ihnen gern noch ein Beispiel geben: Trockenheit hab ich mir aufgeschrieben. Trockenheit, was sehr häufig der Fall ist. Wenn wir uns jetzt Trockenheit anschauen, dann hat das ja nicht nur den physischen Aspekt, sondern auch den emotionalen Aspekt. Was könnte emotionale Trockenheit sein? Zum Beispiel wenn ich mich innerlich abgestumpft fühle, wenn ich mich innerlich leer fühle, wenn ich nicht mitschwingen kann. Andere Menschen lachen, ich kann nicht mitlachen, ich fühle das irgendwie nicht mehr so richtig. Schauen Sie sich an, was ist die Bezeichnung des Symptoms im psychologischen Sinne, aus einer emotionalen Perspektive in Ihrem Leben. Und dann können Sie sich fragen: Wo findet das statt? Wo lebe ich das auch psychisch? Trockenheit – wo lebe ich psychisch Trockenheit? Wo findet das statt? Ist es im Kontakt mit mir? Ist es im Kontakt mit anderen? Aber mit mir gehe ich sehr nährend um, sehr liebevoll um. Oder ist es eventuell in beiden Aspekten, finde ich in beiden Aspekten, in beiden Kontaktsituationen irgendeine Trockenheit? Schauen Sie sich das an. Machen Sie sich das bewusst. Und hier geht es noch nicht darum, das zu verändern, das ändern zu wollen, daran rumzudrehen, sondern mehr denn je geht es darum, das anzunehmen, das einfach da sein zu lassen, sich erst mal bewusst zu machen: In diesem Bereich lebe ich das auch psychisch, was mein Körper mir die ganze Zeit spiegelt und sagt.

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