Neurodermitis & Darm

Welchen Einfluss hat mein Darm auf meine Haut und Neurodermitis?

Das Video wurde für die Nutzung in unserer NALA App optimiert. Du kannst sie Dir hier kostenlos herunterladen.

Zusammenfassung

  • Heute möchte ich Dir ein bisschen über die Rolle des Darms in Bezug auf Neurodermitis erzählen. ℹ️
  • Darmbakterien steuern fast das ganze Immunsystem. 💡
  • Eine gesunde Bakterienflora auf Haut, Schleimhäuten und im Darm sorgen dafür, dass sich keine schlechten Bakterien oder Erreger ausbreiten können. 👍
  • Bei nicht so gutem Milieu kann es zu einem Leaky Gut, zu einem sogenannten “löchrigen Darm” kommen, durch den Erreger und Bakterien bis zum Lymphsystem. Allergische Reaktionen können auftreten, das Immunsystem kann überschießen und viel Histamin wird freigesetzt. 🤧
  • Tipps für einen gesunden Darm, eine gesundes Darmflora und damit für ein positives Immunsystem:
    • Symbioselenkung im Darm: Nimm gute Bakterien zu Dir, z.B. Laktobakterien, Bifidobakterien, um die gesamte Flora zu unterstützen. Es gibt gute Produkte dafür. Aber Geduld: Es kann ein halbes bis ein Dreivierteljahr dauern. 🦠
    • Vorher den Darm ansäuern, also Wasser-Brot-Trunk oder Apfelessig in Wasser einnehmen; die Probiotika gedeihen gut im sauren Milieu. 🚰
    • Ernährung: Viele Ballaststoffe füttern die Bakterien, binden Gifte und regen die Verdauung an. Sie sind enthalten in Kohl, Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen. 🥦🥜
    • Ein besonderer Ballaststoff: Inulin. Er ist enthalten in Topinambur, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, Bananen, Schalen von Äpfeln. Inulin ist ein besonders gutes “Futter” für die Darmbakterien. 🍏🧅🍌
    • Bitterstoffe regen die Verdauung an. 🚀
    • Wildkräuter wie Brennnesseln, Giersch, Gundermann sind eine “Mikrostoff-Dusche” für die Darmbakterien. 🌿
    • Resistente Stärke ist die Leibspeise nützlicher Darmbakterien. Sie findet man in unreifen Bananen, gekochten Nudel und Kartoffeln, die man erkaltet weiterverarbeitet (z.B. Kartoffelsalat). 🍌🍝🥔
    • Auch gut sind 1 oder 2 Mal im Jahr sind Fastenkuren oder Entlastungskuren mit Flohsamenschalen oder Heilerde. 👍
    • Rechtsdrehende Milchsäurebakterien findest Du in milchsauer eingelegtem Gemüse oder Gemüsesäften, in Brottrunk (zur inneren und äußeren Anwendung). 🍅🥒🥕
    • Viel trinken ist besonders wichtig, Wasser oder Tees, und viel Bewegung. Yoga-Übungen oder viel In-der-Hocke-Sitzen bringen den Darm in Schwung. 🚰🫖🧘‍♀️🏃
  • Ganz wichtig ist Stressabbau: Darmbakterien haben’s gern entspannt und harmonisch. 🧘‍♀️🧘‍♂️

Handlungsempfehlungen

Ernähre Dich gesund und unterstütze Deinen Darm mit mit guten Bakterien (bspw. Laktobakterien, Bifidobakterien), Wasser-Brot-Trunk oder Apfelessig, Ballaststoffen (insb. Inulin), Wildkräutern, rechtsdrehenden Milchsäurebakterien, Bitterstoffen, resistenter Stärke usw.
✅ Trinke viel Wasser und Tee, mindestens 3 Liter pro Tag.
✅ Versuche 1-2 Mal im Jahr eine Entlastungs- oder Fastenkur durchzuführen (oder starte mit Intermittent Fasting, d.h. 8 Stunden pro Tag essen, 16 Stunden nichts essen).
✅ Versuche proaktiv Stressabbau zu betreiben, bspw. durch Yoga, Meditation, Lesen, Sauna – oder einfach Zeit mit Dir selbst bei einer Tasse Tee.

Links

🌐 Die Expertin im Video ist Antje Schwan (ausgebildete Heilpraktikerin).
🌐 Mehr Infos zum “Leaky Gut” Syndrom findest Du hier.
🌐 Noch mehr Tipps für eine gesunde Ernährung besonders für den Darm findest Du hier oder hier.

Möchtest Du die Abkürzung zu einer glücklichen Haut?

Wähle die Option aus, die am besten zu Dir passt, sodass wir Dich persönlich begleiten können:

Transkript

Hallo, schön, dass Du wieder da bist.

Heute möchte ich Dir ein bisschen über die Rolle des Darms in Bezug auf Neurodermitis erzählen.

Obwohl an der Haut die stärksten Symptome sind, ist die eigentliche Crux der Geschichte im Darm beheimatet. Denn die Bakterien des Darms steuern fast Dein gesamtes Immunsystem.
Haut und Darm hängen sehr eng zusammen.

Die Bakterienflora auf Deiner Haut, auf Deinen Schleimhäuten, in Deinem Darm sorgt dafür, dass keine schlechten Bakterien oder Erreger sich breitmachen können.

Von daher ist es ganz wichtig, dass Du eine gesunde Flora hast sowohl auf Deiner Haut wie auch in Deinem Darm.

Ist das Milieu nicht so gut, kann es zu einem sogenannten Leaky Gut kommen; dann ist die Schleimhautbarriere des Darms gestört und Nahrungsbestandteile, Allergene, Toxine können durch die Darmwand kommen, die sonst dort überhaupt nicht hingelangen würden. Sie kommen dann in das Lymphsystem. Das hat zur Folge, dass es allergische Reaktionen gibt oder auch dass das Immunsystem überschießt und viel Histamin freigesetzt wird.

Wenn Du rausbekommen möchtest, ob so ein Leaky Gut bei Dir vorliegt, kannst Du bestimmte Untersuchungen, Laboruntersuchungen machen, z.B. das alpha-1-Antitrypsin im Stuhl, den pH-Wert des Stuhls; Zonulin ist ein Parameter, den man sich angucken kann, und natürlich auch die Bakterienflora selbst.

Ich werde jetzt ein paar Tipps geben, was Du grundsätzlich für einen gesunden Darm, eine gesunde Darmflora tun kannst, damit Du über diesen Weg Dein Immunsystem positiv beeinflusst.

Das Erste ist: Schau, ob es Nahrungsmittelunverträglichkeiten gibt.

Versuch rauszukriegen, welche Nahrungsmittel Dir gut tun und Dein System unterstützen und welche nicht.

In dem Moment, wo Du die, die Dich belasten, weg lässt, entlastest Du Dein ganzes System, so dass es besser arbeiten kann.

Das Zweite ist eine sogenannte Symbioselenkung im Darm. Das heißt, Du kannst gute Bakterien, also vor allem Laktobakterien und Bifidobakterien zu Dir nehmen, um die gesamte Flora wieder in die richtige Richtung zu bringen.

Es gibt da sehr gute Produkte, z.B. von der Firma Dr. Molls, die Du möglichst über einen längeren Zeitraum zu Dir nehmen solltest.

Also nicht nur eine Packung.

Das dauert schon mal ein halbes oder dreiviertel Jahr, ehe sich die guten Bakterien dann auch wirklich breit gemacht haben.

Hilfreich ist dabei auch, Deinen Darm vorher anzusäuern, d.h. ein Glas mit Wasser-und-Brot-Trunk oder Apfelessig in ein bisschen Wasser gemischt zu trinken. Denn nur in einem sauren Milieu können diese sogenannten Probiotika gut wirken.

Dann ist natürlich die Ernährung ein ganz wichtiger Punkt, um Deine Darmbakterien zu unterstützen.

An erster Stelle sind da Ballaststoffe zu nennen. Sie füttern die Bakterien auf der einen Seite, auf der anderen Seite binden sie Gifte und regen die Verdauung an, so dass der Darm immer gut funktioniert und in Arbeit ist.

Ballaststoffe bekommst du über Gemüse wie Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, über Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und auch natürlich Samen und Nüsse.

Ein besonderer Ballaststoff ist Inulin, den möchte ich noch mal besonders erwähnen. Den bekommst Du z.B. über Topinambur, Schwarzwurzeln, Zwiebeln oder auch Bananen, in Schalen von Äpfeln ist er auch enthalten.

Inulin wird besonders gern von Darmbakterien verspeist, sozusagen.

Bitterstoffe regen die gesamte Verdauung an und unterstützen auch ein gutes Milieu.

Wildkräuter sind empfehlenswert, also so etwas wie Brennnesseln, Giersch, Gundermann. Sie sind eine regelrechte Mikrostoff-Dusche für Deine Darmbakterien.

Ein weiterer Stoff, der sehr gut für Deine Darmflora ist, ist sogenannte resistente Stärke.

Resistente Stärke wird von den Darmbakterien auch gerne verspeist, sozusagen. Du findest sie in unreifen Bananen, also solange die Banane noch sehr fest ist, aber auch in gekochten Kartoffeln und Nudeln, die Du hast erkalten lassen und hinterher z.B. dann als Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder angebratene Nudeln verspeist.

Grundsätzlich sind auch Kuren, vielleicht einmal oder zweimal im Jahr für Deinen Darm gut. Eine Fastenkur oder eine Entlastungskur mit Flohsamenschalen oder Heilerde; auch das ist sehr zuträglich für Deine Flora.

Rechtsdrehende Milchsäuren in Form von milchsauer eingelegtem Gemüse oder Gemüsesäften sind sehr zuträglich für die Flora oder auch Brottrunk. Brottrunk habe ich ja jetzt schon öfter erwähnt. Brottrunk ist eine Flüssigkeit, bekommst Du in Lebensmittelgeschäften, auch im Bioladen oder im Reformhaus. Der enthält sehr viele Enzyme und eben rechtsdrehende Milchsäurebakterien. Du kannst den Brottrunk zum einen mit Wasser mischen, so wie er Dir schmeckt, dass er nicht zu sauer ist, Du kannst auch etwas Honig oder Apfelsaft rein mischen, und Du kannst ihn tatsächlich auch äußerlich auf betroffene Stellen reiben und einwirken lassen.

Als letzten Tipp, was Deinen Darm angeht, damit er reibungslos funktioniert, ist natürlich viel trinken auf der einen Seite, also Wasser, Kräutertees wie Kamillen- oder Fencheltee, und Bewegung. Übungen, bestimmte Yoga-Übungen, oder häufig in der Hocke sitzen sind alles Möglichkeiten, um Deinen Darm in einen guten Zustand zu bringen und dass er gut funktioniert.

Und als letzten Tipp noch: Bau Deinen Stress ab! Darmbakterien sind sehr empfindlich, was Stress angeht, und sie haben‘s gern entspannt und harmonisch.

Vielen Dank!

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